"Menschlicher Fehler"

Iran erläutert Hintergründe zu Abschuss von Flugzeug

Trümmerteile der ukrainischen Passagiermaschine liegen am Absturzort. Das Flugzeug wurde von einer iranischen Flugabwehrrakete getroffen. Foto: Rouzbeh Fouladi/ZUMA Wire/dpa
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Trümmerteile der ukrainischen Passagiermaschine liegen am Absturzort. Das Flugzeug wurde von einer iranischen Flugabwehrrakete getroffen. Foto: Rouzbeh Fouladi/ZUMA Wire/dpa

Das Flugzeug war irrtümlich von iranischen Streitkräften kurz nach dem Start in Teheran abgeschossen worden. Alle 176 Menschen an Bord kamen dabei ums Leben.

Teheran (dpa) - Der Iran hat in einem Bericht erneut die Hintergründe zum Abschuss eines ukrainischen Passagierflugzeugs vor rund sieben Monaten erläutert.

Medienangaben zufolge habe es wegen einer fehlerhaften Ausrichtung des Radarsystems einen Kommunikationsfehler bei der zuständigen militärischen Abteilung gegeben. Dies habe dann letztendlich zu dem versehentlichen Abschuss der Maschine geführt. Es sei ein "menschlicher Fehler" gewesen, schrieb die iranische Luftfahrtbehörde in ihrem Abschlussbericht.

Das Flugzeug war am 8. Januar irrtümlich von iranischen Streitkräften kurz nach dem Start in Teheran abgeschossen worden. Alle 176 Menschen an Bord kamen dabei ums Leben. Der Abschuss wurde von der iranischen Führung zunächst geleugnet, was im Nachhinein zu wütenden Protesten im Land führte. Präsident Hassan Ruhani versprach danach eine gründliche und lückenlose Aufklärung durch ein Sondergericht und verschiedene Expertenteams. Einige Personen sollen in diesem Zusammenhang auch bereits verhaftet worden sein.

Vergangenen Monat hat sich der Iran dann auch bereit erklärt, die Flugschreiber der Passagiermaschine zur Auswertung an Frankreich zu übergeben. Teheran hat auch Schadenersatz für die Hinterbliebenen der ausländischen Insassen des Flugzeugs akzeptiert. Unter den toten Passagieren waren Kanadier, Ukrainer, Afghanen, Briten, Schweden und Iraner mit Aufenthaltsrecht in Schweden.

© dpa-infocom, dpa:200713-99-769570/3

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