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„Anti-Putin-Gipfel“ in Litauen: Erste Details sickern durch

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Von: Tobias Utz

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In Litauen findet am Freitag offenbar ein „Anti-Putin-Gipfel“ statt. Erste Details dringen nun an die Öffentlichkeit.

+++ 15.45 Uhr: Bislang dringen kaum Einzelheiten zum mutmaßlichen „Anti-Putin-Gipfel“ in Litauen an die Öffentlichkeit. Zahlreiche europäische Verantwortliche aus Politik und Gesellschaft sollen laut einem Medienbericht vom litauischen Außenminister eingeladen worden sein (s. Erstmeldung).

Annalena Baerbock und Gabrielius Landsbergis
Annalena Baerbock und Gabrielius Landsbergis geben Statements ab. (Archivfoto) © Janine Schmitz / Photothek.de / Imago Images

Bei der Veranstaltung handelt es sich offenbar um das „Vilnius Russia Forum“. Das Event wird seit dem Jahr 2013 organisiert, sprich: im Jahr 2022 zum achten Mal. Informationen des litauischen Außenministeriums zufolge steht in diesem Jahr der Ukraine-Krieg im Mittelpunkt der internationalen Beratungen, an denen auch zahlreiche NGOs teilnehmen sollen. Unter anderem sollen Freiheitseinschränkungen thematisiert werden. Dem Bericht der Bild-Zeitung von Freitagmorgen zufolge soll hauptsächlich diskutiert werden, wie die Ukraine „deputinisiert“ werden kann. Demnach wurden am Freitag bereits drei mögliche Szenarien für den weiteren Verlauf des Ukraine-Konflikts erarbeitet:

„Anti-Putin-Gipfel“: Offenbar geheimes Treffen in Litauen – „Russischen Bären erschlagen“

Erstmeldung vom Freitag, 27. Mai, 08.30 Uhr: Vilnius/Moskau – Derzeit kursieren Medienberichte zu einem möglichen „Anti-Putin-Gipfel“ in Litauen, der am Freitag (27. Mai) stattfinden soll. Grundlage ist die Berichterstattung der Bild-Zeitung. Dem Bericht zufolge sollen hochrangige Politikerinnen und Politiker, Menschenrechtlerinnen und Menschenrechtler sowie Journalistinnen und Journalisten aus ganz Europa eingeladen worden sein – von Litauens Außenminister Gabrielius Landsbergis.

Anti-Putin-Gipfel
Verteidigungsminister Schoigu (l.) und Präsident Putin (r.) besuchten kürzlich verwundete russische Soldaten in einem Krankenhaus. © Mikhail Metzel / AFP

Ziel des „Anti-Putin-Gipfels“ ist laut Bericht, Pläne zu entwickeln, wie die Ukraine „deputinisiert“ werde könne. Zudem gelte es den „russischen Bären zu erschlagen“, gemeint ist offenbar Wladimir Putin.

Ukraine-News: Findet ein „Anti-Putin-Gipfel“ in Litauen statt?

Die Bild-Zeitung zitiert in diesem Zusammenhang einen vermeintlichen Teilnehmer des Gipfels. „Mit dem brutalen Krieg gegen die Ukraine hat Putin den Bogen überspannt. Seit Kriegsbeginn mussten bereits Zehntausende Russen für seinen Größenwahn mit ihrem Leben bezahlen. Wenn wir Russland jetzt nicht von ihm befreien, wann dann?“, betont die anonyme Personen.

Der litauische Außenminister Landsbergis äußerte sich bislang nicht dazu. Auch weitere europäische Spitzen-Politikerinnen und Politiker gaben keine Statements ab. Die Berichterstattung der Bild-Zeitung lässt sich nicht unabhängig prüfen.

Die von der anonymen Quelle angesprochenen schweren Verluste Russlands im Ukraine-Krieg sind umstritten.

Der ukrainische Generalstab berichtet, dass mittlerweile fast 30.000 Soldaten der russischen Armee gefallen sein. Trotz dessen, dass Putin in seiner Rede am 9. Mai Verluste einräumte, spricht der Kreml von maximal 2000 toten Streitkräften im Ukraine-Krieg.

(tu)

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