Auch Führungskräfte angeklagt

V-Mann-Affäre: Sechs bayerische LKA-Beamte angeklagt

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Sechs Beamte des Bayerisches Landeskriminalamts werden wegen Amtsmissbrauchs angeklagt. 

Nürnberg - Lügen, Beteiligung an Straftaten, Falschaussagen - die Staatsanwaltschaft Nürnberg ermittelt gegen sechs Beamte des Bayerischen Landeskriminalamts (LKA) wegen Strafvereitelung im Amt. 

Diese sollen an Straftaten des auf die Bandidos angesetzten V-Manns mittelbar beteiligt gewesen sein, Falschaussagen vor Gericht gemacht und Ermittler belogen haben, wie die Ermittlungsbehörde am Mittwoch mitteilte. Unter den Angeklagten sind laut LKA mehrere Führungskräfte.

Wegen des großen Umfangs der Vorwürfe sei Anklage am Landgericht erhoben worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Ausgangspunkt des Verfahrens war demnach die Beteiligung des V-Manns an einem Diebstahl von Minibaggern und weiteren Kleinbaumaschinen im Wert von etwa 55.000 Euro in Dänemark. Zwei der Polizisten sollen demnach dem V-Mann trotz des Wissens um die geplante Straftat mit der Fahrt nach Dänemark beauftragt und dadurch einen Diebstahl in mittelbarer Täterschaft begangen haben.

Vier weiteren Beamten werde vorgeworfen, von der Beteiligung des V-Manns an einer Straftat gewusst zu haben und in der Folgezeit nach gemeinsamen Absprachen unvollständige oder falsche Informationen an die zuständigen Ermittler weiter gegeben haben. Deshalb sei es zunächst nicht zur Strafverfolgung im Zusammenhang mit dem Baggerdiebstahl gekommen. Es bestehe aus diesem Grund der Verdacht der Strafvereitelung im Amt.

AFP

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