AfD verliert leicht an Zustimmung

Sonntagstrend: Union im Sinkflug - CDU/CSU stürzt in Wählergunst weiter ab

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Den Parteichefs Horst Seehofer (CSU) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dürften die jüngsten Umfrageergebnisse nicht gefallen.

Im aktuellen Sonntagstrend für die „Bild am Sonntag“ kommen CDU und CSU nur noch auf 26 Prozent. Platz zwei teilen sich SPD und Grüne, die AfD verliert etwas an Zustimmung.

Laut Sonntagstrend: Umfragetief für Union verstärkt sich

Update vom 14. Oktober 2018: Der Sinkflug der Union in den Wahlumfragen geht weiter. Im aktuellen Sonntagstrend für die Bild am Sonntag kommen CDU und CSU nur noch auf 26 Prozent. Das ist ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche und zugleich der niedrigste je gemessene Wert in der Befragung durch das Meinungsforschungsinstitut Emnid, wie die Zeitung schreibt. Das vom Institut Forsa ermittelte Trendbarometer von RTL und n-tv hatte die Union vor einigen Tagen bei 28 Prozent gesehen.

Die SPD kommt im Sonntagstrend wie in der Vorwoche auf 17 Prozent - und teilt sich damit den zweiten Platz mit den Grünen (+1). Die AfD verliert einen Prozentpunkt und landet bei 15 Prozent. Die Linke kommt auf 11 Prozent (+1) und die FDP verharrt bei 9 Prozent.

ARD-Deutschlandtrend: Union und SPD stürzen in Wählergunst weiter ab

Berlin - Union und SPD stürzen laut dem aktuellen ARD-"Deutschlandtrend" in der Wählergunst weiter ab. Die CDU/CSU verlor der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage zufolge drei Prozentpunkte und fiel auf 26 Prozent. Die SPD verlor ebenfalls drei Punkte auf nur noch 15 Prozent. Sowohl für die Union als auch für die SPD sind dies die bislang schlechtesten Werte im "Deutschlandtrend" überhaupt.

Die Grünen legten dagegen um drei Punkte zu und zogen mit 17 Prozent an SPD und AfD vorbei auf Platz Zwei. Dies ist ihr bisheriger Spitzenwert. Für die AfD sprachen sich unverändert 16 Prozent aus. Die FDP gewann zwei Punkte auf zehn Prozent. Ebenfalls bei zehn Prozent bleibt die Linkspartei.

Gnadenlose Umfrage: Merkel, Seehofer und Nahles abgestraft - Grüne im Höhenflug

Ebenfalls möglich: Jamaika-Bündnis aus Union, Grünen und FDP

Union und SPD wären demnach weit von einer Regierungsmehrheit entfernt. Möglich wären ausschließlich Bündnisse von mindestens drei Parteien, darunter ein Jamaika-Bündnis aus Union, Grünen und FDP, eine Kenia-Koalition aus Union, SPD und Grünen oder ein Bündnis von Union, SPD und FDP.

Nur 24 Prozent der Befragten äußerten sich zufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung, sieben Prozentpunkte weniger als im September. 76 Prozent sind dagegen weniger oder gar nicht zufrieden. Als Hauptverantwortliche für den Zustand der Regierung machen 56 Prozent Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aus, 31 Prozent CSU-Chef Horst Seehofer und zwei Prozent die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles.

Betrachtet man einzelne Themenfelder so äußern sich 82 Prozent unzufrieden mit dem Handeln der Regierung mit der Diesel-Nachrüstung beziehungsweise dem Umtausch älterer Fahrzeuge. 78 Prozent sind unzufrieden mit der Schaffung bezahlbaren Wohnraums, 73 Prozent halten die Klimapolitik der Regierung für falsch. 68 Prozent wenden sich gegen deren Flüchtlingspolitik, 65 Prozent gegen die Renten- und Sozialpolitik. Die Zufriedenheit überwiegt dagegen beim Schutz vor Kriminalität und Verbrechen mit 50 Prozent und bei der Wirtschaftspolitik mit 59 Prozent.

Liste der beliebtesten Politiker: Außenminister Heiko Maas ganz vorn dabei

In der Liste der beliebtesten Politiker liegt nun Außenminister Heiko Maas (SPD) mit 46 Prozent Zustimmung vorn (minus eins), es folgt Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) mit 45 Prozent (plus zwei) vor Finanzminister Olaf Scholz (plus eins) und Merkel (unverändert) mit jeweils 44 Prozent. Nahles erreicht 30 Prozent (minus fünf). Grünen-Chef Habeck, der 58 Prozent der Befragten noch unbekannt ist, holt auf 28 Prozent auf (plus fünf). Seehofer erreicht nur noch 22 Prozent (minus zwölf).

Für die Sonntagsfrage im Auftrag der ARD-"Tagesthemen" befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1.508 repräsentativ ausgewählte Wahlberechtigte. Die Schwankungsbreite wird mit bis zu 3,1 Prozent angegeben.

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AFP

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