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Ukraine-Krieg: Russland bombardiert Einkaufszentrum in Charkiw

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Von: Nail Akkoyun

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Im Donbass bombardiert Russland mehrere Städte. Die Ukraine plant die Rückeroberung des Südens.

Dieser News-Ticker ist beendet: Alle aktuellen Entwicklungen zum Ukraine-Krieg lesen Sie in folgendem Ticker.

+++ 17.00 Uhr: Die von Moskau unterstützten Behörden der südukrainischen Region Cherson erklärten am Montag, sie hätten einen Anschlag auf ihren lokalen Anführer Wladimir Saldo vereitelt. Bereits in den letzten Wochen haben die Angriffe auf prorussische Vertretende in den besetzten südukrainischen Regionen Cherson und Saporischschja zugenommen.

Auf einer von Saldos üblichen Fahrtrouten sei ein improvisierter Sprengsatz platziert worden, der beim Vorbeifahren detonieren sollte, hieß es aus der pro-russischen Verwaltung. „Einwohner von Cherson, die ein verdächtiges Objekt entdeckten, informierten umgehend die russischen Streitkräfte“, hieß es in einer Erklärung auf Telegram.

News zum Ukraine-Krieg: Russland bombardiert Charkiw

+++ 15.45 Uhr: Mindestens sechs Menschen sind laut Angaben der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft bei Raketenangriffen auf Charkiw ums Leben gekommen. „Infolge des massiven Beschusses durch die Besatzer von Charkiw starben sechs Menschen und 31 wurden verletzt“, teilte die Behörde auf ihrem Telegram-Kanal mit.

In Charkiw wurden mehrere Häuser und ein Einkaufszentrum zerstört, nachdem Russland die Millionenstadt mit Raketen beschoss.
In Charkiw wurden mehrere Häuser und ein Einkaufszentrum zerstört, nachdem Russland die Millionenstadt mit Raketen beschoss. © Evgeniy Maloletka/dpa/AP

Dabei wurde unter anderem ein Einkaufszentrum beschädigt, ebenso wie einige Häuser und Fahrzeuge, sagte Serhii Bolvinov, Leiter er Ermittlungsabteilung der Nationalen Polizei in Charkiw. Wie CNN berichtet, seien vor Ort Fragmente eines sowjetischen Uragan-Mehrfachraketen-Systems gefunden worden. Erst Ende Juni kam es zu einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in Krementschuk.

News zum Ukraine-Krieg: Zivilopfer nach Angriffen in Donezk – Russland spricht von „militärischen Zielen“

+++ 14.45 Uhr: Russlands Armee hat einen verheerenden Beschuss des ukrainischen Ortes Tschassiw Jar in der Oblast Donezk am Wochenende als einen Angriff auf rein militärische Ziele dargestellt. Mit präzisionsgelenkten Waffen sei ein Stationierungspunkt einer ukrainischen Brigade zerstört worden, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau, Igor Konaschenkow, am Montag. Zu dem ukrainischen Vorwurf, es handele sich um einen gezielten Angriff auf eine Wohngegend, äußerte er sich nicht.

In Tschassiw Jar waren am Wochenende große Teile eines Wohnblocks eingestürzt. Laut ukrainischer Darstellung wurden bislang die Leichen von 20 Bewohnern geborgen. Noch immer werden Menschen vermisst. Seit Kriegsbeginn vor viereinhalb Monaten betont Russland immer wieder, im Nachbarland nur militärische Ziele zu treffen – auch wenn die vielen zivilen Opfer mittlerweile offensichtlich sind.

Russlands Verteidigungsministerium meldete auch Angriffe in anderen Teilen der Ostukraine. Im Gebiet Charkiw sei ein Lager mit aus dem Ausland gelieferter Militärtechnik zerstört worden, sagte Konaschenkow. In der Region Dnipro sei Munition für die aus den USA gelieferten Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars vernichtet worden. Unabhängig überprüfen ließ sich das nicht.

News zum Ukraine-Krieg: Russische Truppen zünden Getreidefelder an

+++ 13.45 Uhr: Während die ukrainischen Streitkräfte den Druck auf die besetzte Region Cherson erhöhen, beschießt Russland weiterhin die Stadt Mykolajiw in der gleichnamigen Oblast. Auf Telegram teilte Hanna Zamazieieva, Vorsitzende des Regionalrats von Mykolajiw, mit, dass russische Truppen Getreidefelder angezündet haben sollen.

Weiter sollen mehr als 300 Menschen durch die Angriffe Russlands verletzt worden sein: „In den Krankenhäusern von Mykolajiw befinden sich 317 Bürger, die durch die Angriffe der Besatzer auf die Region Mykolaiv verletzt wurden.“

News zum Ukraine-Krieg: Tote und Verletzte nach Angriffen auf Charkiw

+++ 12.00 Uhr: Bei Angriffen auf Wohngebiete in Charkiw wurden am Montag drei Menschen getötet und 28 weitere verletzt, wie der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Oleh Synehubov, mitteilte. „Nach neuesten Informationen des regionalen Zentrums für medizinische Notfallhilfe wurden 28 Menschen, darunter ein 16-jähriges Kind, durch den Beschuss in Charkiw am Tag verletzt. Drei Menschen starben“, postete Synehubov auf Telegram.

Laut Kyrylo Tymoshenko, einem Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj, setzen die russischen Streitkräfte bei dem Angriff Smerch-Mehrfachraketenwerfer ein. Die Angriffe Russlands auf die Außenbezirke der Millionenstadt Charkiw und die umliegenden Gebiete hatten seit Anfang Juli zugenommen.

News zum Ukraine-Krieg: „Millionenstarke“ Kampftruppe für Rückeroberung geplant

+++ 11.00 Uhr: Der ukrainische Verteidigungsminister Oleksij Resnikow sagte der britischen Zeitung The Times, dass das ukrainische Militär eine „millionenstarke“ Kampftruppe aufstellt, um die von Russland besetzten Gebiete im Süden der Ukraine zurückzuerobern. Bei der Verteidigung sollen Waffen aus dem Westen helfen.

„Der Präsident hat dem obersten Militärchef den Auftrag erteilt, Pläne auszuarbeiten. Danach macht der Generalstab seine Hausaufgaben und sagt, wir brauchen XYZ, um dieses Ziel zu erreichen. Das ist meine Aufgabe. Ich schreibe Briefe an die Kollegen in den Partnerländern, die Generäle sprechen darüber, warum wir diese Art von Waffen brauchen, und dann treffen wir die politischen Entscheidungen“, sagte Reznikov laut Bericht. Resnikow sagte weiter, man sei erfreut, dass die Partner der Ukraine, insbesondere sein britischer Amtskollege Ben Wallace, helfen konnten, die erschöpften Bestände zu erneuern und aufzubessern. Er fügte jedoch hinzu, man würde es begrüßen, wenn die Nato und ihre Partner das Tempo der Waffenlieferungen erhöhen würden.

News zum Ukraine-Krieg: Raketenangriffe auf Charkiw und Donezk – Mehrere Tote

Erstmeldung vom Montag, 11. Juli: Kiew – Wie der staatliche ukrainische Notfalldienst mitteilt, wurde die Stadt Charkiw am Montag (11. Juli) dreimal mit Raketen beschossen. Demnach schlugen unter anderem Raketen in einem Hof nahe einem Lagerhaus ein, möglicherweise das eigentliche Ziel der russischen Streitkräfte, sowie in einer Schule im Stadtviertel Slobidskyi. Weiter wurde ein sechsstöckiges Wohngebäude beschädigt, aus dessen Trümmern eine 86-jährige Frau lebend geborgen werden konnte.

Zudem sind nach dem verheerenden Raketenangriff Russlands auf ein Wohnhaus in Tschassiw Jar, einer Stadt in der Oblast Donezk, weitere Details bekannt. Inzwischen ist die Zahl der Todesopfer von 15 auch 18 gestiegen. Dies berichtet der ukrainische Rettungsdienst.

Bislang konnten den Angaben zufolge sechs Menschen aus den Trümmern des Gebäudes gerettet werden. Nach wie vor befänden sich jedoch mindestens zwei Personen unter den Trümmern, zu denen die Rettungskräfte noch nicht durchdringen konnten, allerdings Kontakt haben. (nak/dpa)

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