Corona-Lockdown

Herber Schlag für Hotels in Österreich: Urlaub erst wieder nach Ostern möglich?

  • Franziska Kaindl
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Seit dem 8. Februar sind erste Lockerungen in Österreich in Kraft. Für Hotels sieht es jedoch weiterhin schlecht aus. Vor Ostern wird es wohl keine Öffnungen geben.

Corona-Lockdown in Österreich: Hotels bleiben bis Ostern geschlossen

Update vom 18. Februar 2021: Obwohl die Corona-Fallzahlen in Österreich höher sind als in Deutschland, dürfen dort der Handel sowie einige Dienstleistungen seit dem 8. Februar wieder öffnen. Hotels und Gastronomie profitieren aber weiterhin nicht von den Lockerungsmaßnahmen. Bereits Ende Januar kündigte die Regierung an, dass Hotels erst frühestens Mitte März wieder den Betrieb aufnehmen dürfen. Dieser Termin wurde nun aber weiter nach hinten geschoben. Medienberichten zufolge verlängert die österreichische Regierung den Lockdown für Hotels und Gastronomie bis „rund um Ostern“. Auch der Kulturbereich sei davon betroffen, erklärte Bundeskanzler Sebastian Kurz demnach am Montag nach Beratungen mit dem Parlament, den Ländern und Experten. Ein konkretes Datum wurde jedoch nicht genannt. Zum weiteren Vorgehen wird am 1. März beraten.

Fraglich ist auch, ob Österreich mit der Öffnung von Hotels gleichzeitig wieder Einreisen von Touristen erleichtern will. Aktuell gestaltet es sich für Reisende äußerst schwierig, einen Aufenthalt in Österreich zu planen. Nicht nur, weil Herbergen weiterhin geschlossen sind, sondern auch weil eine zehntägige Quarantänepflicht besteht. Diese kann nicht verkürzt werden. Zudem muss bei der Einreise ein negativer Corona-Test vorgelegt werden, der nicht älter als 72 Stunden ist. Alle Reisenden müssen sich außerdem im Vorfeld online registrieren. Diese Maßnahmen sollen verhindern, dass massenhaft Touristen in die geöffneten österreichischen Skigebiete pilgern.

Hotels in Österreich müssen weiterhin geschlossen bleiben.

Tirol abgeschottet: Österreich verlangt ab Freitag einen negativen Corona-Test bei Ausreise

Update vom 10. Februar 2021: Österreich hat die Corona-Maßnahmen für fast ganz Tirol massiv verschärft. Grund ist die Ausbreitung der südafrikanischen Virus-Variante. Ab Freitag dürfen Erwachsenen deshalb nur noch mit einem negativen Corona-Test das Bundesland verlassen. Die Maßnahme soll vorerst für zehn Tage gelten. Einzige Ausnahmen sind Einwohner von Osttirol und Kinder. Das Testergebnis darf nicht älter als 48 Stunden sein.

„Je stärker, je schneller, je entschlossener man hier reagiert, desto besser“, erklärte Kanzler Sebastian Kurz laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur. Gerade bei der südafrikanischen Variante sei der Impfstoff von AstraZeneca womöglich nicht so wirksam. Deshalb könne die Ausbreitung erneut viele Leben kosten. Auf die Maßnahme hätten sich Bund und Land gemeinsam verständigt.

Dass es der Regierung sehr ernst ist, zeigt unter anderem auch die Strafe von bis zu 1.450 Euro bei Verstößen. Innenminister Karl Nehammer kündigte an, dass Grenzübertritte über Bundesstraßen, Landesstraßen, Flughäfen und Bahnstrecken streng kontrolliert werden. Auch in Bayern beobachtet man die Entwicklungen in Österreich mit Sorge. Laut dem Gesundheitsminister Klaus Holetschek seien Grenzschließungen als letztes Mittel nicht auszuschließen.

Österreich will die südafrikanische Corona-Mutation in Tirol isolieren.

Österreich spricht Reisewarnung für Bundesland Tirol aus

Update vom 9. Februar 2021: Die Ausbreitung der südafrikanischen Corona-Variante in Tirol hat nun dazu geführt, dass aus Wien eine Reisewarnung für das Bundesland ausgesprochen wurde. Bundeskanzler Sebastian Kurz forderte laut tagesschau.de, Reisen „auf das unbedingt erforderliche Ausmaß zu verringern“. Außerdem sollen sich seiner Meinung nach alle Urlauber, die sich in den letzten zwei Wochen in Tirol aufgehalten haben, einem Corona-Test unterziehen. Wer aus Tirol in ein anderes Bundesland reisen möchte, sollte sich ebenfalls testen lassen. Der Gesundheitsminister Rudi Anschober warnte zudem, dass jederzeit Zusatzmaßnahmen möglich seien.

Bisher liegen nach Experteneinschätzung 293 belegte Fälle der südafrikanischen Mutante in Tirol vor. Aktive Fälle soll es mindestens 140 geben. Die Tiroler Landesregierung hatte sich in Vorfeld vehement gegen Verschärfungen aus Wien ausgesprochen und selbst ein Maßnahmenpaket präsentiert. So wurde die Bevölkerung dazu aufgerufen, die Mobilität einzuschränken. Um eine Seilbahn benutzen zu können, müssen Gäste in Zukunft einen negativen Corona-Test vorlegen können. Laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) beschwerte sich Tirols Wirtschaftskammerpräsident Christoph Walser im ORF, dass das Gesundheitsministerium mit falschen Zahlen arbeiten würde. Eine Abschottung wäre „ein Schlag unter die Gürtellinie“.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder macht sich ebenfalls große Sorgen zu der Ausbreitung der Virusvariante im angrenzenden Tirol. „Mit Grenzkontrollen und Schleierfahndung wird das dichter kontrolliert. Sollte die Gefahr wachsen, dürfen auch Grenzschließungen zu Tirol kein Tabu sein“, sagte er dem Münchner Merkur*

In Tirol breitet sich die südafrikanische Virusvariante aus.

Österreich will Lockdown-Regeln lockern – Einreise und Tourismus wird erschwert

Update vom 03. Februar 2021: In Österreich wurden nun überraschend Lockerungen der Corona-Regeln verkündet. Ab dem 8. Februar sollen alle Geschäfte wieder öffnen dürfen – es gilt aber eine FFP2-Maskenpflicht, außerdem ist die Zahl der Kunden in den Läden begrenzt. Museen und Zoos dürfen ebenfalls wieder Besucher begrüßen. Wer einen negativen Corona-Test vorweisen kann, der nicht älter als 48 Stunden ist, darf sogar wieder den Friseur aufsuchen. Auf Drängen der Eltern hin gehen auch die Schulen wieder in den Präsenzunterricht, allerdings im Schichtsystem. Die Ausgangsbeschränkungen gelten ab dem 8. Februar nur noch zwischen 20 und 6 Uhr. Tagsüber ist ein Treffen von Angehörigen zweier Haushalte erlaubt.

Gleichzeitig mit den Lockerungen gelten dann jedoch weitere Beschränkungen für die Einreise. Grund ist die Sorge um die weitere Ausbreitung der Coronavirus-Mutationen. Darum müssen alle Einreisenden künftig einen negativen Corona-Test vorlegen und sich in eine zehntägige Quarantäne begeben. Die Möglichkeit, sich nach fünf Tagen freizutesten, entfällt. Von den Verschärfungen bei der Einreise sind auch die Grenzpendler betroffen: Wie alle anderen Reisenden müssen sie sich online registrieren und einmal in der Woche einen negativen Corona-Test vorlegen.

Die verschärften Maßnahmen bei der Einreise haben unter anderem auch damit zu tun, dass man ungewollten Tourismus in den Skigebieten vermeiden will. Während die Skigebiete zwar geöffnet haben, können aufgrund der geltenden Corona-Maßnahmen aktuell nur Einheimische ohne Konsequenzen die Pisten besuchen. Trotzdem sind Fälle von ausländischen Touristen bekannt geworden, die Beherbergungsverbote umgehen, indem sie sich zum Beispiel als arbeitssuchend ausgeben. Darum werden die Kontrollen in den Skigebieten verstärkt, sodass möglichst jeder Grenzübertritt von Touristen unterbunden wird. Zusätzlich sollen die Strafen für Verstöße gegen die Maskenpflicht und den Mindestabstand auf 90 Euro erhöht werden.

In den österreichischen Skigebieten soll verschärfter kontrolliert werden.

Österreich-Lockdown verlängert – Hiobsbotschaft für Hotellerie und Gastronomie

Originalmeldung vom 19. Januar: Die Gefahr der infektiöseren Coronavirus-Mutationen* haben auch in Österreich wieder zu einer Verlängerung des Lockdowns geführt. Anstatt bis zum 24. Januar sollen die Beschränkungen nun bis zum 7. Februar gelten. Nach den zusätzlichen zwei Wochen hofft die Regierung, endlich mit ersten Lockerungen anfangen zu können. So sollen zum Beispiel Handel und Museen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wieder öffnen dürfen. Sogar Dienstleistungsbetriebe wie Friseure möchte man dann zulassen. Weiterhin trüb sieht es allerdings für die Gastronomie und Hotellerie aus: Hier stellt die Regierung erst ab Mitte März eine Öffnung in Aussicht.

Österreich: Ist Urlaub in Österreich derzeit möglich?

Urlaub ist in Österreich zurzeit kaum möglich. Beherbergungsbetriebe dürfen aktuell keine Touristen aufnehmen und Gastronomien dürfen Speisen und Getränke nur von 6 bis 19 Uhr zur Abholung anbieten. Mitte Februar sollen die Maßnahmen hinsichtlich der Hotellerie und Gastronomie erneut evaluiert werden, doch wie bereits bekannt ist, wird es vor Mitte März wohl zu keinen frühzeitigen Öffnungen kommen.

Tagesausflüge sind zwar theoretisch möglich, doch auch das wird durch die österreichische Regierung immer mehr erschwert. So wurde erst am 15. Januar eine Registrierungspflicht für Einreisende eingeführt. Wer die Grenze überqueren will, muss zuerst elektronisch ein Formular ausfüllen, bei dem unter anderem das Datum der Einreise und der geplanten Ausreise sowie die Aufenthaltsadresse in Österreich vermerkt sind. Bei der Einreise muss die Empfangsbestätigung ausgedruckt oder auf dem Smartphone vorgelegt werden.

Zudem müssen alle Reisenden, die aus einem Risikogebiet kommen in eine zehntägige Quarantäne. Zu diesen gehören alle Länder mit einer Inzidenz von über 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten 14 Tagen. Auch Deutschland zählt aktuell dazu. Somit ist auch ein Skiausflug so gut wie unmöglich. Die Skigebiete haben zwar geöffnet, aber die Regierung hat mit ihren Regelungen klargemacht, dass dies für die Einheimsichen gedacht ist.

Auch interessant: Reisen wir 2021 wieder wie vor Corona? TUI-Chef gibt Prognose für den Sommer.

Weitere Verschärfung der Corona-Maßnahmen in Österreich

Neben den tristen Aussichten für den Tourismus hat die Regierung in Österreich weitere Verschärfungen an den Corona-Maßnahmen festgelegt. Der Mindestabstand wird von einem Meter auf zwei Meter erhöht, zudem müssen in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln künftig FFP2-Masken getragen werden. Zudem fordert die Regierung Firmen dazu auf, ihre Beschäftigten, wo möglich, ins Homeoffice zu schicken. Eine Homeoffice-Pflicht gibt es aber nicht. (fk) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Lesen Sie auch: Ostern, Pfingsten, Sommer? Ab wann Reisen 2021 wieder normal möglich sein könnten.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

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1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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