Alle Regeln im Überblick

Urlaub in der Türkei 2021: Land ist jetzt kein Inzidenzgebiet mehr – Änderungen bei der Quarantänepflicht

  • VonLisa Bender
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Sonnenblumenkerne knabbern am Bosporus oder Baklava essen an der türkischen Ägäis. Ein Urlaub in der Türkei ist 2021 trotz Corona möglich – allerdings gelten vor Ort noch strenge Regeln.

Update, Mittwoch (9. Juni), 12.33 Uhr: Dortmund/Ankara – Gute Nachrichten für Türkei-Urlauber aus Deutschland. Die Bundesregierung stuft das Land nicht mehr als Hochinzidenzgebiet ein. Die Einstufung lautet jetzt nur noch Risikogebiet. Für Reisende hat das einen weiteren Vorteil: Die Quarantänepflicht bei der Einreise in Deutschland entfällt.

BehördeAuswärtiges Amt
Gründung12. Januar 1870, Deutschland
HauptsitzBerlin
Bediensteteca. 12.100
Staatliche EbeneBund

Türkei jetzt nur noch Corona-Risikogebiet: keine Quarantäne mehr bei Einreise in Deutschland

Durch einen negativen Corona-Test vor der Einreise können Reiserückkehrer die zehntägige Isolation umgehen. Geimpfte und Genesene können mit dem entsprechenden Nachweis auch ohne Test und Quarantäne wieder einreisen.

Update, Mittwoch (2. Juni), 7.23 Uhr: Die türkische Regierung hat am 1. Juni weitere Lockerungen angestoßen. Nun gibt es auch in der Türkei Erleichterungen bei der Einreise für vollständig Geimpfte und Genesene. Bei einem entsprechenden Nachweis entfällt die Testpflicht.

Erstmeldung, Dienstag (1. Juni), 14 Uhr: Die Sehnsucht nach Urlaub ist aufgrund der Corona-Krise* größer denn je. Und sinkende Inzidenzwerte lassen hoffen, dass im Sommer 2021 auch endlich wieder eine Reise möglich ist. Weil Corona allerdings noch nicht vollständig gebannt ist, bevorzugt manch einer weiterhin einen Urlaub an der deutschen Ost- oder Nordsee*, andere hingegen zieht es in den Süden – zum Beispiel in die Türkei.

Urlaub 2021 in der Türkei trotz Corona: Strenge Regeln – aber Ausnahme für Touristen

Denn auch in dem Land am Bosporus ist inzwischen wieder Urlaub möglich – allerdings unter Einhaltung strenger Corona-Regeln. RUHR24* hat die wichtigsten Informationen für die Einreise und zu den Maßnahmen vor Ort zusammengestellt, immerhin gehört die Türkei zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen.

Die Inzidenz in der Türkei liegt aktuell bei 65,7 (Stand: 1. Juni) und die Zahl der Neuinfektionen ist weiter rückläufig. Dennoch hat das Auswärtige Amt das gesamte Land noch immer als Hochinzidenzgebiet, also Gebiet mit besonders hohem Infektionsrisiko, ausgewiesen. Davon werden vor allem die Regeln für die Ein- und Ausreise nach Deutschland bestimmt.

Türkei-Urlaub 2021: Einreise nur mit negativem Corona-Test und ohne Fieber

Das Wichtigste vorweg: Wie auch in Griechenland gibt es keine Quarantäne-Pflicht* für die meisten Touristen. Eine Ausnahme gibt es für Einreisende, die sich in den letzten zehn Tagen vor dem Aufenthalt in der Türkei in Indien, in Brasilien oder Südafrika aufgehalten haben. Sie müssen 14 Tage in Quarantäne.

Auch wenn die Quarantäne entfällt, müssen andere Dinge beachtet werden. Wie fast überall wird für die Einreise in die Türkei derzeit ein negativer PCR-Test benötigt. Dieser darf nicht älter als 72 Stunden alt sein und muss bereits beim Check-in am Abflughafen vorgelegt werden. Ein Corona-Schnelltest, wie er auch zuhause durchgeführt werden kann, ist nicht ausreichend. Alternativ kann auch ein höchstens 48 Stunden alter Antigen-Schnelltest gezeigt werden. 

Touristen, die mit dem Flugzeug kommen, sollten sich außerdem darauf einstellen, dass am türkischen Flughafen Fieber gemessen wird. Jetzt bloß nicht ins Schwitzen kommen – denn bei erhöhter Temperatur droht die Quarantäne und weitere Untersuchungen werden durchgeführt.

Türkei: Corona-Code ist „wichtigstes“ Dokument für den Urlaub 2021

Beinahe noch wichtiger als der negative PCR-Test ist der sogenannte HES-Code. Diesen erhalten Urlauber, indem sie 72 Stunden vor der Einreise in die Türkei ein Formular des türkischen Gesundheitsministeriums ausfüllen. Nach der Registrierung erhält man den HES-Code per SMS oder mittels einer türkischen APP für das Smartphone.

Den Code sollte man unbedingt bei sich tragen, denn er ist bei jeder Kontrolle im Land vorzuzeigen. Außerdem berechtigt er Touristen für einen Besuch im Restaurant, Hotel, Einkaufscenter oder für eine Fahrt mit Bus, Bahn oder Fähre.

Urlaub in der Türkei: Risikozonen geben Aufschluss über Corona-Regeln

Erst am Montag (17. Mai) endete in der Türkei offiziell der strenge Lockdown, wie wa.de* berichtet. Denn im April war die Infektionslage im Land dramatisch und täglich wurde ein Rekord an Neuinfektionen verzeichnet. Mit sinkenden Zahlen hat das Land aber nun wieder erste Lockerungen angestoßen. Laut dem ADAC wurden dafür die türkischen Regionen in vier Risikozonen eingeteilt: geringes Risiko (blaue Zone), mittleres Risiko (gelbe Zone), hohes Risiko (orange Zone), sehr hohes Risiko (rote Zone). 

Wie auch in Deutschland können in Gebieten mit hohem Risiko beziehungsweise hoher Inzidenz zusätzlich zu den allgemeinen Regeln im Land noch strengere Maßnahmen gelten. Reisende sollten sich also vor ihrem Urlaub informieren, wie das Reiseziel eingestuft ist. Gleiches gilt übrigens auch für den Sommerurlaub 2021 in Italien*. Da es in dem „Stiefel“-Land aber bereits keine roten oder orange Zonen mehr gibt, fallen viele Beschränkungen weg.

Urlaub in der Türkei: die wichtigsten Corona-Regeln vor Ort

Ganz im Gegensatz zur Türkei. Denn viele beliebte Urlaubsziele sind weiterhin noch tiefrot eingefärbt – so zum Beispiel Istanbul, Antalya oder Muğla, wo die Touri-Hotspots Marmaris und Fethiye liegen. Dementsprechend gelten auch hier weiterhin noch strenge Corona-Regeln:

  • In der Türkei gilt weiterhin eine Ausgangsbeschränkung von 22 bis 5 Uhr, am Wochenende gilt die Sperre durchgehend. Aber: Touristen sind laut dem Auswärtigen Amt von der Sperrstunde ausgenommen.
  • Restaurants und Cafés dürfen seit dem 1. Juni wieder zwischen 7 und 21 Uhr öffnen. Eine Ausnahme gibt es am Sonntag, hier dürfen weiterhin nur Lieferdienste angeboten werden.
  • Lebensmittelgeschäfte und Einkaufszentren haben weiterhin geöffnet, allerdings zu geänderten Zeiten. Laut dem Auswärtigen Amt darf „ein Einkauf nur zu Fuß im nächstgelegenen Laden erfolgen“.
  • Sporteinrichtungen, Kultureinreichungen und Vergnügungsstätten dürfen ab 1. Juni wieder öffnen. Die Zahl der Besucher ist allerdings beschränkt.
  • Reisen zwischen den Provinzen während der Ausgangssperren sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich, mit privatem Transportmittel hingegen untersagt.
  • Personen über 65 und unter 18 Jahren dürfen keine öffentlichen Nahverkehrsmittel nutzen.
  • Weiterhin gelten überall die Abstandsregeln und auf öffentlichen Plätzen sowie am Strand die Maskenpflicht.
  • Es gibt ein Rauchverbot in der Öffentlichkeit.
Ein Besuch im Restaurant mit Blick auf die Hagia Sophia in Istanbul ist seit dem 1. Juni wieder möglich.

Wer gegen die aktuellen Corona-Regeln verstößt, muss mit einer Geldstraße rechnen. Außerdem können die entsprechenden Regierungsvertreter der Provinzen je nach Infektionsgeschehen zusätzliche Maßnahmen verhängen.

Urlaub in der Türkei 2021 vorbei? Das ist bei der Rückreise nach Deutschland zu beachten

Wer mit den Einschränkungen vor Ort leben kann und sich nun schon auf den Türkei-Urlaub 2021 freut, sollte allerdings die Einreiseverordnung in Deutschland beachten. Da die Türkei immer noch als Hochrisikogebiet eingestuft ist, muss man sich direkt nach der Ankunft für zehn Tage in häusliche Quarantäne begeben. Wie aus Verordnung hervorgeht, ist „nach einem Voraufenthalt in Hochinzidenzgebieten eine Testung frühestens fünf Tage nach Einreise“ möglich, um die Quarantäne zu verkürzen. Für vollständig geimpfte oder genesene Personen sowie für Kinder unter sechs Jahre entfällt diese Regel.

Außerdem muss 48 Stunden vor der Abreise noch in der Türkei auf eigene Kosten ein Corona-Test gemacht sowie die digitale Einreiseanmeldung ausgefüllt werden. Ist dieser positiv, muss man sich in der Türkei in Quarantäne begeben und eine ärztliche Untersuchung abwarten – die Heimreise ist erst einmal nicht möglich. *RUHR24 und wa.de sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Ozan Kose/AFP, Collage: RUHR24

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