Keine Einreise ohne Test

Frankreich: Urlaub 2021 trotz Corona planen – alle aktuellen Regeln im Überblick

Endlich Urlaubszeit: Die ersten Bundesländer starten noch im Juni in die Ferien. Auch eine Reise nach Frankreich ist im Sommer 2021 wieder möglich – allerdings unter Auflagen.

Deutschland – Die Sommerferien nahen und viele Menschen sehnen sich nach monatelangem Lockdown nach Sonne, Strand und Meer. Während zahlreiche Urlaubsregionen wie Teile Kroatiens* oder Italien mittlerweile mit niedrigen Inzidenzen punkten können, ist Frankreich noch relativ stark vom Coronavirus* betroffen. Urlaub in Frankreich ist dennoch möglich – allerdings gelten aktuell noch strenge Regeln, berichtet RUHR24.*

FrankreichLand im Westen Europas
HauptstadtParis
PräsidentEmmanuel Macron

Urlaub 2021: Das Auswärtige Amt spricht für Frankreich eine Teilreisewarnung aus

Am Freitag (4. Juni) lag die 7-Tage-Inzidenz in Frankreich bei 86,7. Dementsprechend spricht das Auswärtige Amt weiter eine Teilreisewarnung für Frankreich aus.

Für Rückkehrer aus den meisten der französischen Regionen (ganz Kontinental-Frankreich) bedeutet dieses: Wer wieder nach Deutschland will, benötigt einen negativen Corona-Test, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis.

Die Nachweise müssen aktuell sein und spätestens 48 Stunden nach Einreise vorliegen – bei Flugreisen bereits vor Abflug. Zudem sind Reisende nach Voraufenthalt in einem Risikogebiet dazu verpflichtet, die digitale Einreiseanmeldung auszufüllen und die entsprechende Bestätigung bei der Heimkehr nach Deutschland mitzuführen.

Sommerurlaub 2021 in Frankreich: Das ist bei der Einreise zu beachten

Auch bei der Einreise nach Frankreich gibt es natürlich einiges zu beachten. Grundsätzlich gilt: Obwohl Frankreich die EU-Binnengrenzen noch bis Oktober 2021 kontrolliert, ist die Einreise aus anderen EU-Staaten möglich. Voraussetzung dafür ist ein aktueller, negativer Coronatest (nicht älter als 72 Stunden).

Sämtliche Reisende (ganz gleich, ob sie die auf dem Luft-/Land- oder Seeweg einreisen) müssen laut Auswärtigem Amt zusätzlich eine Erklärung darüber abgeben, dass sie symptomfrei sind. Wichtig: Eine solche Erklärung ist auch von Kindern auszufüllen.

Einreise nach Frankreich: Ab dem 9. Juni entfällt die Testpflicht für Geimpfte und Genesene

Kinder unter elf Jahren sind allerdings von der Testpflicht ausgenommen. Ebenso gelten die Einreiseregeln nicht für Berufspendler in bestimmten dringenden Fällen sowie für Bewohner der Grenzgebiete bei Einreisen auf dem Landweg von weniger als 24 Stunden Dauer und in einem Umkreis von weniger als 30 km vom eigenen Wohnort.

Ab dem 9. Juni tritt in Frankreich eine Grenzöffnungsstrategie in Kraft. Dann hat Frankreich eine „Länder-Ampel“, die die Staaten entsprechend ihrer Pandemie- und Impfsituation in rot, orange und grün einstuft. Von diesen Stufen hängen auch die Einreisebestimmungen ab. Derzeit wird Deutschland grün eingestuft.

Für Geimpfte und Genesene wird es dementsprechend ab dem 9. Juni möglich sein, ohne Test einzureisen. Ebenso soll dann für Reisende auch ein Antigentest ausreichen. Dieser darf nicht älter als 72 Stunden sein und muss von offizieller Stelle sein (kein Selbsttest).

Urlaub in Frankreich – diese Corona-Regeln gelten vor Ort

Wer im Sommer 2021 in Frankreich Urlaub machen möchte, muss sich an die dortigen Regeln halten. Laut Auswärtigem Amt sind das die folgenden:

  • Frankreich hat eine umfassende Maskenpflicht: Sie gilt landesweit für alle Personen ab 11 Jahren in öffentlich zugänglichen, geschlossenen Räumen (z.B. Flughäfen, Geschäfte) sowie in allen öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • In den meisten französischen Städten besteht die Maskenpflicht auch auf sonstigen öffentlichen Plätze, Straßen oder Anlagen. In Paris, Marseille, Straßburg und einigen anderen Städten gilt sie sogar im gesamten Stadtgebiet.
  • Auch an einigen der Strände gilt Maskenpflicht – hier wird aber immer weiter gelockert.
  • Es gilt landesweit eine Ausgangssperre von 21 Uhr bis 6 Uhr. Ausnahmen sind nur dann zulässig, wenn ein triftiger Grund vorliegt.
  • Nach 21 Uhr und bis 6 Uhr sind auch keine touristischen Aktivitäten zulässig.
  • Ab dem 9. Juni gilt die Ausgangssperre erst ab 23 Uhr – ab dem 30. Juni soll sie ganz entfallen.
  • Hotels und andere Unterkünfte dürfen Urlauber zwar grundsätzlich wieder beherbergen. Viele sind aber noch geschlossen.
  • Die Außenbereiche der Restaurants und Cafés sind wieder geöffnet. Ab dem 9. Juni sollen auch die Innenbereiche wieder öffnen.
  • Auch Kulturstätten wie Museen oder Sehenswürdigkeiten haben grundsätzlich – unter strengen Hygieneauflagen – geöffnet. Gleiches gilt für sämtliche Geschäfte.
  • Frankreich hat eine eigene Corona-App namens „Tous Anti Covid“. Da diese nicht mit der deutschen App kompatibel ist, wird Reisenden empfohlen, sich die App für den Frankreich-Aufenthalt runterzuladen.
Der berühmte Eifel-Turm in Paris: In Frankreichs Hauptstadt gilt eine strenge Maskenpflicht. (Symbolbild)

Urlaub auf Korsika: Die beliebte Insel ist kein Risikogebiet mehr

Keine Risikogebiete mehr sind die Insel Korsika sowie einige der französischen Übersee-Départements und -gebiete:

  • Mayotte,
  • Saint-Pierre und Miquelon,
  • Wallis und Futuna, Französisch-Polynesien
  • sowie Neu-Kaledonien

Während man Letztere aber nur mit einem triftigen Grund überhaupt bereisen darf, ist ein entspannter Urlaub auf Korsika schon im Juni 2021 möglich – denn die Inzidenz liegt hier aktuell unter 30.

Für die Reise nach Korsika benötigen Urlauber ebenfalls einen negativen PCR-Test und müssen zusätzlich eine entsprechende Erklärung abgeben. Weitere Infos über die Maßnahmen finden Reisende auf der Webseite der Präfektur Korsikas.

Fazit: Sommerurlaub 2021 in Frankreich – die Aussichten sind vielversprechend

Für den Sommerurlaub 2021 gilt also: Ein Urlaub in Frankreich ist durchaus möglich, aber derzeit mit zahlreichen Auflagen verbunden. Noch ist die Situation dort angespannter als in Deutschland.

Sinken die Zahlen im Land weiter, ist ab Ende Juni mit zahlreichen Lockerungen zu rechnen, denn die französische Regierung hat umfassende Lockerungs- und Grenzöffnungspläne beschlossen. Wer sich nach Sonne und Strand sehnt, für den bietet sich ein Urlaub auf der Insel Korsika an, die bereits jetzt kein Risikogebiet mehr ist. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © PASCAL POCHARD-CASABIANCA

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