Gewerkschafter der IG Metall haben 155 Stühle vor der Zufahrt der Werft Nobiskrug aufgestellt. Mit dem Motto „Kein Stuhl mehr! Arbeit und Zukunft für Nobiskrug!“ setzen sie sich für den Erhalt der verbliebenen 300 Arbeitsplätze ein.
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Gewerkschafter der IG Metall haben 155 Stühle vor der Zufahrt der Werft Nobiskrug aufgestellt. Mit dem Motto „Kein Stuhl mehr! Arbeit und Zukunft für Nobiskrug!“ setzen sie sich für den Erhalt der verbliebenen 300 Arbeitsplätze ein.

IG-Metall-Proteste vor Nobiskrug-Werft

155 Stühle gegen Kündigungen

Rendsburg – Mit 155 schwarzen leeren Stühlen hat die IG  Metall vor der insolventen Nobiskrug-Werft in Rendsburg protestiert. Mit der Aktion will die Gewerkschaft auf die ihrer Meinungen nach nicht hilfreichen Kündigungen im Herbst erinnern und davor warnen, erneut Mitarbeitern zu kündigen. „Wenn wir die Zukunft meistern wollen, brauchen wir die Fachkräfte.

Die sind alle Spezialisten für den Bau von Megajachten. Ohne sie wird es nicht gehen“, sagte Martin Bitter, Geschäftsführer der IG   Metall Rendsburg, am Montag.

Die 155 Stühle – einer für jeden im Herbst gekündigten Mitarbeiter – sollten „eine Mahnung sein, damit sich solche Fehler in Zukunft nicht noch einmal wiederholen“. Es gehe jetzt um den Erhalt der verbliebenen 300 Arbeitsplätze. Hintergrund der Aktion ist das Insolvenzverfahren, das am 1. Juli eröffnet werden soll. Als Grund für den Insolvenzantrag hatte das Unternehmen kritische Entwicklungen im Jachtbau genannt. Nobiskrug gehört zur internationalen Schiffbaugruppe Privinvest. Teil der Gruppe sind auch die Werften German Naval Yards Kiel und die Lindenau-Werft in Kiel. Beide Schiffbaubetriebe sind von der Nobiskrug-Insolvenz nicht betroffen.

Die auf den Bau von Luxusjachten ab 60 Metern Länge spezialisierte Werft am Nord-Ostsee-Kanal hat seit ihrer Gründung 1905 weit über 750 Schiffe gebaut. Zu den bekanntesten Neubauten vergangener Jahre gehörte die knapp 143 Meter lange Mega-Segeljacht „A“. Sie wurde von Nobiskrug aber in Kiel gebaut.  dpa

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