Maskentragen müssen Schüler ab der fünften Klasse nun auch während des Lernens.
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Maskentragen müssen Schüler ab der fünften Klasse nun auch während des Lernens.

Maskenpflicht gilt jetzt auch im Unterricht

88 neue Corona-Fälle registriert

Kiel – In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der gemeldeten Corona-Infizierten um weitere 88 Fälle erhöht. Seit Beginn der Pandemie im Norden haben sich damit bislang 5 714 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt, teilte die Landesregierung mit. Nach Schätzung des Robert-Koch-Instituts gelten rund 4 900 von ihnen als genesen, 100 mehr als am Vortag. Die gute Nachricht: Die letzten vier ausstehenden Tests der Sylter Partygäste seien negativ ausgefallen, teilte gestern der Kreis Nordfriesland mit. Demnach gab es nur bei einem von 108 Tests ein positives Ergebnis. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb somit weiter bei 163. In Krankenhäusern werden den Angaben zufolge unverändert 24 Covid-19-Patienten behandelt.

Unter verschärften Vorkehrungen gegen das Coronavirus hat in Schleswig-Holstein nach den Herbstferien der Schulunterricht wieder begonnen. Dabei mussten die Schüler ab der fünften Klasse erstmals auch während des Unterrichts einen Mund-Nase-Schutz tragen. Die Maskenpflicht gilt für zwei Wochen. Das Bildungsministerium berichtet von einem Start ohne besondere Auffälligkeiten. Unter den Corona-Bedingungen sei der Unterricht normal angelaufen, sagte eine Sprecherin. Das Ressort hatte angeordnet, während des Unterrichts alle 20 Minuten drei bis fünf Minuten bei weit geöffneten Fenstern zu lüften und in den Pausen durchgängig. Auch damit soll die Gefahr von Ansteckungen mit dem Virus verringert werden. Das Ziel für die nächsten Monate bestehe darin, möglichst viel Regelunterricht für möglichst viele Schüler zu gewährleisten.

Der SPD-Bildungspolitiker Martin Habersaat erklärte, „es geht einerseits um die Lebenschancen unserer Kinder, aber auch um die Eltern, denen nicht noch größere Belastungen bis ins nächste Jahr zuzumuten sind.“ Dafür sollte jeder überlegen, ob er sich in seiner privaten Lebensgestaltung zurücknehmen kann, bevor der Staat dieses wieder erzwingen müsse. Hintergrund sind die deutlich gestiegenen Corona-Zahlen auch im Zusammenhang mit Feiern.

Schulen und Kindergärten könnten nur dann durchgehend offengehalten werden, wenn es dort nicht zu größeren Ansteckungswellen komme, meinte Habersaat weiter. Die Belüftung der Räume sei dabei der kostengünstigste und erfolgversprechendste Weg. „Die Landesregierung muss aber auch die Kraft finden, dort zu helfen, wo das nicht reicht“, fügte er hinzu. So hätte die Bildungsministerin die Ferienzeit dazu nutzen sollen, mit den Schulträgern Lösungen zur Anschaffung mobiler Filteranlagen und zur Verkleinerung von Lerngruppen zumindest dort zu entwickeln, wo Räume besonders klein oder schwer zu lüften sind.  dpa

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