Zur Patientensteuerung

Ärzte fordern bessere Notfallsysteme

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Rund 800 Notärzte und Rettungssanitäter aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen treffen sich in Travemünde.

Travemünde – Die Arbeitsgemeinschaft in Norddeutschland tätiger Notärzte (AGNN) fordert ein besseres System zur Patientensteuerung in den Notaufnahmen der Kliniken. Ziel müsse ein System sein, bei dem ein kompetenter Ansprechpartner die Patienten in einer telefonischen Ersteinschätzung der richtigen Versorgungsebene zuweist, sagte der Vorsitzende der AGNN, Sebastian Wirtz, am Rande eine Tagung in Travemünde.

Dazu müsse die Kostentrennung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung gelockert werden, sagte er. „Die Patienten erwarten von uns im Notfall sofortige Hilfe und Versorgung durch Fachleute, und sie suchen sich ihren Weg. Da kann man mit Verboten nicht viel ausrichten“, sagte Wirtz. „Stattdessen müssen wir ein angemessenes Angebot für die Bedürfnisse der Patienten schaffen“, sagte er.

Weitere Themen des Treffens sind nach Angaben der Veranstalter die Versorgung von Kindernotfällen und die Rolle des Rettungsdienstes in Terrorlagen. So soll ein Trainingskonzept vorgestellt werden, bei dem Einsatzkräfte mit Hilfe von Virtual-Reality-Brillen auf Großschadenslagen vorbereitet werden. An dem Symposium nehmen rund 800 Notärzte und Notfallsanitäter teil. Insgesamt gehören der AGNN mehr als 2 000 Notfallmediziner aus vier Bundesländern an.  dpa

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