Taucher der Polizei steigen in den Nord-Ostseekanal ein, wo sie nach Waffenteilen suchen, die zu den tödlichen Schüssen von Dänischenhagen und Kiel gehören könnten.
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Taucher der Polizei steigen in den Nord-Ostseekanal ein, wo sie nach Waffenteilen suchen, die zu den tödlichen Schüssen von Dänischenhagen und Kiel gehören könnten.

Nach tödlichen Schüssen: Taucher bergen weitere Waffenteile

Akribische Suche erfolgreich

Dänischenhagen/Kiel – Nach den tödlichen Schüssen auf eine Frau und zwei Männer in Dänischenhagen und Kiel haben Taucher weitere Waffenteile aus dem Nord-Ostsee-Kanal geborgen. „Bei zwei Teilen gehen wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass sie zu der Waffe gehörten, die wir gesucht haben“, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch.

Bei vier weiteren Funden müssten erst Untersuchungen abgewartet werden.

Ein 47-Jähriger steht im Verdacht, am 19. Mai seine von ihm getrennt lebende 43  Jahre alte Ehefrau und einen zehn Jahre älteren Mann in einem Haus in Dänischenhagen (Kreis Rendsburg-Eckernförde) sowie einen 52  Jahre alten Bekannten in Kiel getötet zu haben. Opfer und Täter sind Deutsche. Der Verdächtige hatte sich noch am Tag der Tat in Hamburg der Polizei gestellt und sitzt in Untersuchungshaft. Vor dem Haftrichter ließ er durch seinen Anwalt erklären, dass er die Taten nicht bestreite.

Zwei Tauchteams waren am Mittwoch nach einem Hinweis in Höhe der alten Levensauer Hochbrücke in Kiel im Einsatz. Dafür musste der Schiffsverkehr an der Stelle des Kanals vorübergehend eingestellt werden. Bereits am Freitag hatten Taucher im Hafen von Eckernförde und auch in der Kieler Förde vor Möltenort Waffenteile gefunden. Damit hat die Polizei insgesamt sechs Teile der gesuchten Waffe gefunden.

Laut Kieler Staatsanwaltschaft hatte ein Bekannter des Verdächtigen angegeben, diese für ihn versenkt zu haben und genaue Ortsangaben gemacht. „Es besteht aber kein Verdacht, dass er an den eigentlichen Taten beteiligt war“, sagte Oberstaatsanwalt Michael Bimler.

Der Verdächtige hatte bei seiner Festnahme in Hamburg auch eine Schusswaffe bei sich. Laut Staatsanwaltschaft ist noch unklar, ob die Taten mit verschiedenen Waffen ausgeführt wurden. Auch der Obduktionsbericht lag am Mittwoch noch nicht vor. Offen ist weiterhin unter anderem auch, ob Dänischenhagen oder Kiel der erste Tatort war.  dpa

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