Auf dem Dachboden eines Mehrfamilienhauses untersuchen Polizisten einen Leichnam. Die Staatsanwaltschaft hat im Prozess um die Frauenmorde in Rendsburg die höchstmögliche Strafe gefordert.
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Auf dem Dachboden eines Mehrfamilienhauses untersuchen Polizisten einen Leichnam. Die Staatsanwaltschaft hat im Prozess um die Frauenmorde in Rendsburg die höchstmögliche Strafe gefordert.

Rendsburger Frauenmorde: 41-Jähriger soll lebenslang in Haft

Anklage fordert Höchststrafe

Kiel – Im Prozess um zwei Frauenmorde in Rendsburg hat die Staatsanwaltschaft am Montag die höchstmögliche Strafe für den Angeklagten gefordert: Lebenslange Haft und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Damit könnte der 41-jährige Deutsche nicht wie sonst üblich nach 15 Jahren zur Bewährung aus der Haft entlassen werden.

Auch eine spätere Haftentlassung scheint fraglich: Wegen der Gefährlichkeit des Angeklagten für die Allgemeinheit beantragte Staatsanwältin Hanna Schmücker-Borgwardt vor dem Kieler Landgericht zugleich die anschließende Sicherungsverwahrung des Mannes. Das bestätigte ein Gerichtssprecher im Anschluss an das Plädoyer, bei dem die Öffentlichkeit ausgeschlossen war. Die Staatsanwältin folgte damit nach Angaben von Verfahrensbeteiligten auch der Einschätzung der psychiatrischen Sachverständigen. Sie stufte demnach den Angeklagten in ihrem Gutachten als voll schuldfähig ein und bejahte wegen der Rückfallgefahr des mutmaßlichen Sexualtriebtäters Sicherungsverwahrung. Das Urteil soll am Donnerstag, 16. September, verkündet werden.

Laut Anklage tötete der 41-Jährige beide Frauen in Rendsburg „zur Befriedigung des Geschlechtstriebes, aus Habgier und heimtückisch“.

Zuerst starb demnach im August 2018 eine 26-Jährige aus Geesthacht in einer Rendsburger Wohnung, in der der Angeklagte bei seiner Partnerin lebte.

Etwa zwei Jahre später, im September 2020, soll der Mann dann eine 40-jährige Frau in deren Wohnung umgebracht haben. Beide Opfer soll er geschlagen und mit Klebeband gefesselt haben, bevor er ihnen Plastiktüten über den Kopf gezogen hat. Die Frauen sollen beide als Prostituierte gearbeitet haben. dpa

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