Umweltministerium teilt Ergebnisse mit

Lärmmessungen an Windrädern: Anlagen teilweise zu laut

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Windräder, die Lärmschutzwerte überschreiten, laufen zukünftig nachts leiser. 

Kiel – Die allermeisten Windanlagen halten die erlaubten Lärmschutzwerte ein. Bei der Untersuchung der Einwirkungen von 2. 583 Anlagen seien für 121 von 1 .949 Wohnorten unzulässige Überschreitungen festgestellt worden, teilte das Umweltministerium gestern mit. Nun würden diese Anlagen durch niedrigere Drehzahlen oder technische Veränderungen leiser betrieben. Es geht dabei nur um den Nachtbetrieb, am Tag dürfen Anlagen lauter laufen.

Das Ministerium hatte das Prüfverfahren im Juli vergangenen Jahres in Auftrag gegeben. „Der Zwischenbericht zeigt, dass der Lärmschutz im Zusammenhang mit Windkraftanlagen auch vor dem Hintergrund aktualisierter Berechnungsverfahren im Rahmen der Überwachung grundsätzlich gewährleistet ist, auch wenn in wenigen Einzelfällen Handlungsbedarf gegeben ist und Maßnahmen eingeleitet und teilweise bereits umgesetzt wurden“, sagte Staatssekretär Tobias Goldschmidt. Das schaffe Rechtssicherheit und sei ein Signal für die Akzeptanz der Windenergie. „Lärmschutz und Energiewende gehen zusammen.“ Die Überprüfung der etwa 400 verbleibenden Windanlagen soll bis Mitte 2020 abgeschlossen werden. Zunächst seien jene Anlagen untersucht worden, bei denen am ehesten Überschreitungen zu vermuten gewesen seien, gab das Ministerium an. Hier gehe es häufig um ältere Anlagen. Leichte Überschreitungen werden demnach bei bestehenden Anlagen toleriert. Ziel sei es, dass die Industrie leisere Anlagen baut, sagte Goldschmidt. „Wir können das Klima schützen und gleichzeitig Lärmschutz auf hohem Niveau gewährleisten.“

Aus Sicht des Bundesverbandes Windenergie bescheinigt der Bericht der Branche einen umfangreichen Schallschutz. Abgesehen von Einzelfällen würden auch bei Anwendung eines verschärften Verfahrens die Vorgaben eingehalten, heißt es.  

dpa

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