99 900 Menschen im Norden ohne Anstellung.
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99 900 Menschen im Norden ohne Anstellung.

Die Corona-Pandemie wirkt sich weiterhin negativ aus

Arbeitslosigkeit steigt erneut

Kiel – Die Corona-Pandemie hinterlässt weiterhin Spuren auf dem Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein. Im Februar waren im Vergleich zum Vorjahresmonat 14 900 mehr Menschen ohne festen Job. Das teilt die Regionaldirektion Nord der Agentur für Arbeit am Dienstag mit. Insgesamt waren in dem Monat im nördlichsten Bundesland 99  900 Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Arbeitslosenquote liegt mit 6,3 Prozent um 0,9 Prozentpunkte über dem Februar-Wert des Vorjahres. Im Vergleich zum Januar ist die Quote unverändert. Die Zahl der Menschen ohne festen Job stieg von Januar auf Februar um 1 000 (plus ein Prozent).

„Die Vorboten der Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt zeigen sich nicht“, sagte Arbeits- und Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP). Richtig Bewegung in den Arbeitsmarkt könne erst kommen, wenn viele Wirtschaftsbereiche des Landes wieder öffnen könnten. Auch die Chefin der Regionaldirektion Nord, Margit Haupt-Koopmann, sagte, der Anstieg im Vergleich zum Januar sei atypisch, jedoch – vor dem Hintergrund der Dauer des aktuellen Lockdowns zur Eindämmung der Pandemie – geringer ausgefallen als erwartet.

Sie wies darauf hin, dass sich im Februar 3 500 Beschäftigte des ersten Arbeitsmarktes weniger arbeitslos gemeldet haben als im Januar (minus 35,9 Prozent). Demnach tragen speziell Hotels und Gaststätten zu diesem Rückgang bei den Arbeitslosenmeldungen bei, da sie ihr Personal mit Blick auf etwaige Lockerungen und das erhoffte Ostergeschäft halten und auf Entlassungen verzichten. Haupt-Koopmann betonte, dass diese Personalpolitik ohne finanzielle Unterstützung etwa nur durch Kurzarbeitergeld kaum möglich wäre. Hier zeige sich, „Kurzarbeit sichert Beschäftigung“. Bei der Personalsuche sind die Betriebe indes weiterhin zurückhaltend. Die Zahl der Stellenmeldungen bewegt sich den Angaben zufolge im Vorjahresvergleich auf einem niedrigeren Niveau. So wurden seit Jahresbeginn 8 900 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Das ist ein Minus von 2 300 Stellen oder 20,3 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum. „Insbesondere die Stellenmeldungen aus dem Gastgewerbe, dem Handel sowie dem verarbeitenden Gewerbe sind zurückgegangen“, sagte Haupt-Koopmann. Wenn allerdings nur Februar-Daten betrachtet und mit dem Januar verglichen würden, könne ein deutliches Plus gemeldet werden. „Mit 5 400 gemeldeten Stellen liegt der Februar-Wert um 52,8 Prozent über den Zugängen des Vormonats Januar mit 3 500.“

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sank nach den aktuellsten Zahlen von Dezember im Vergleich zum Vormonat November um 6 500 oder 0,6   Prozent. dpa

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