Vollsperrung noch bis 27. Juli

B 5-Ausbau zwischen Itzehoe und Brunsbüttel ist „logistische Meisterleistung“

Itzehoe/Brunsbüttel - Autofahrer können aufatmen: Die Behinderungen auf der Bundesstraße 5 zwischen Itzehoe und Brunsbüttel werden bald weniger. Am 27. Juli soll die Wochen lange Vollsperrung der B5 zwischen Heiligenstedten und Bekmünde aufgehoben werden. Besonders für Lastwagenfahrer werden damit zeitaufwendige Umleitungsstrecken wegfallen.

Nach Einschätzung der „egeb: Wirtschaftsförderung“ sind die Arbeiten auf dem 3,5 Kilometer langen Teilstück eine logistische Meisterleistung. „Wir haben es hier mit einem schwierigen Gelände mit Absackungen und tiefliegenden Wiesengebieten zu tun“, erklärte egeb-Sprecher Roy Kühnast. 

Die Arbeitsgänge hätten minutiös geplant und Materialien herangeschafft werden müssen, die vor Ort nicht zu bekommen sind. Die B 5 durchquert zwischen der Hafenstadt Brunsbüttel und Itzehoe eine der niedrigsten Stellen Deutschlands.

Eine rund 30 Zentimeter dicke Schotterschicht soll dafür sorgen, dass die neue B5 sich nicht in kurzer Zeit wieder in eine „Buckel-Piste“ verwandelt. Das Dämmmaterial stammt nach Angaben des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV-SH) zum Teil aus den umliegenden Kiesgruben. Wenn möglich, werden auch die vorhandenen Böden genutzt – sofern ihre Beschaffenheit geeignet ist, hieß es.

120 Lkw-Fahrten sind nötig

Bis zu 120 Touren fahren die Lastwagen täglich, das sind unter dem Strich bis zu 3 000 Tonnen Material, die bis Ende Juni mit drei Raupen und zwei Walzen auf der Baustelle weiter verarbeitet werden. Dann kommen die Asphaltbauer zum Zug, die in geschätzten zehn Tagen ihre Arbeit fertig stellen müssen, bevor die Abfahrt Dammfleth gebaut werden kann. Dort müssen noch die Zufahrten an die neue, dreispurige Streckenführung angepasst werden.

Der Um- und Ausbau des insgesamt 8,9 Kilometer langen Abschnitts zwischen Itzehoe und Wilster soll Ende des Jahres 2021 beendet sein, teilte der LBV-SH mit. Dafür müssen unter anderem rund 75 000 Kubikmeter Boden bewegt werden, 5 000 Meter Kanal- und Rohrleitungen gebaut sowie 500 000 Quadratmeter Asphalt ausgebracht werden. Die Gesamtkosten werden auf 27 bis 30 Millionen Euro geschätzt. - dpa

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