Bambusräder für den guten Zweck

Kiel – Eine neue Schule für bis zu 1 000 Kinder entsteht in Ghana mithilfe eines Kieler Bambus-Fahrradherstellers. Der erste Bauabschnitt der modularen Schule für mehr als 200 Kinder sei im Dezember in der Ashanti Region eröffnet worden, sagte Felix Habke von der Kieler Rad-Manufaktur „my Boo“. Das soziale Projekt „Yonso Project“ in Ghana ist Partner und fertigt seit 2012 dort die Bambusrahmen für den Kieler Hersteller. Die in Ghana erzielten Erlöse fließen den Angaben zufolge in Bildungsprojekte. In den kommenden Jahren soll die Schule ausgebaut werden. Kwabena Danso, Leiter des Yono Projects hofft auf insgesamt 45 Klassenräume, wenn die Schule fertig ist.

„My Boo“-Geschäftsführer Jonas Stolzke sagte nach einem Besuch in Ghana: „Es ist einfach nur wunderbar zu sehen, wie sich die Vision, durch die Gründung einer „klassischen“ Unternehmung in Deutschland und die bewusste Entscheidung der Zusammenarbeit mit einer strukturschwachen Region in Zentral-Ghana, einige Jahre später verwirklicht und eine Schule mit Vorbildfunktion entsteht.“ Der Unterstützerverein „my Boo Ghana School e.V.“ sammelt Spenden.

Bereits 2016 erhielten 150 Kinder in Ghana in Kooperation mit Unicef Bambusfahrräder aus der deutsch-ghanaischen Co-Produktion. In Zusammenarbeit mit dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen wurde das „Bike to School Program“ umgesetzt. Vor allem Mädchen aus ländlichen Regionen erhielten die Räder, um dadurch von ihrem Wohnort die weitentfernte Schule erreichen zu können.  dpa

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