Schlei-Akademie

Barrieren mit Kunst abbauen

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Starten am 8. Juli die zweite Schlei-Akademie: Malerin Susanne Nothdurft, Kalligrafin Marleen Krallmann, Grafiker Gregor Hinz und Einrichtungsleiterin Christina Kohla (von links).

Kiel/Kappeln – In Sundacker bei Kappeln startet am 8. Juli zum zweiten Mal die Schlei-Akademie. Sie setzt sich für Barrierefreiheit, Inklusion und hochwertiges Kunstschaffen ein. Sie will mit ihrem Konzept Barrieren im Bereich der Bildenden Kunst erforschen und abbauen. Die Idee hat Akademie-Angaben zufolge bundesweiten Modellcharakter.

Mit ihrem Konzept hat sich die Schlei-Akademie neben ihrem klassischen akademischen Auftrag vor allem dem Prinzip der Wertschätzung und Anerkennung von Vielfalt verpflichtet. „Unsere Gesellschaft ist divers und das möchten wir auch leben mit und durch das Kunstschaffen“, sagte die Akademieleiterin Christina Kohla. Ziel sei es, allen, die studieren wollen, Zugang zu akademischer Bildung zu ermöglichen.

40 Kurse von Stardozenten

Insgesamt werden dieses Jahr bis zum 2. August mehr als 40 Tages-, Wochend- oder Wochenkurse von Dozenten aus dem In- und Ausland angeboten. Die Palette reicht von klassischen Themen wie Malerei, Zeichnung oder Bildhauerei bis hin zu Fotografie, Street-Art, Kalligrafie oder Illustration. Mitmachen könne jeder, unabhängig von seiner Herkunft, Weltanschauung, Beeinträchtigung und künstlerischer Vorbildung, sagt Kohla. „Die Zielgruppe ist sehr groß.“

In die Studienangebote würden unterschiedliche Vorkenntnisse, Bedürfnisse und persönliche Wünsche mit einbezogen. Die Ateliers sind barrierefrei. Gut 200 Interessierte haben sich angemeldet, es sei aber auch möglich, kurz entschlossen an einem Kurs teilzunehmen, wenn noch Plätze frei sind.

Zu den Dozenten gehören auch dieses Jahr wieder bekannte und angesehene Künstler wie die preisgekrönte Fotografin Claudia Henzler, die norddeutschen Realisten Lars Möller und Ulf Petermann sowie die Malerinnen Katharina Duwe und Susanne Nothdurft.

Teilnehmen können alle ab 16 Jahren. Vorbildung spiele keine Rolle, betont Nothdurft. Dass sich zudem Teilnehmer mit und ohne Behinderung, Migrationshintergrund und aller Altersstufen zusammenfinden – das mache die Akademie auch für die Kursleiter abwechslungsreich und bringe neue Erfahrungen.

Es sei auch für ihn selber interessant, um neue Felder anzugehen und auszutesten, sagte der Kieler Illustrator Gregor Hinz, der ebenso wie Nothdurft bereits zum zweiten Mal als Kursleiter dabei ist. Marleen Krallmann ist dieses Jahr erstmalig als Dozentin aktiv. „Ich habe mich anstecken lassen“, sagt die Kalligrafin. „Ich freu mich extrem auf den Austausch mit den Teilnehmern, aber auch mit den Lehrern.“    

dpa

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