Beliebt wie nie zuvor

Land berichtet von Tourismus-Rekordzahlen

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Hochsommer am Ostseestrand: Die Tourismus-Zahlen im Norden sind 2018 auf Höchstwerte gestiegen. 

Kiel - Die Tourismus-Zahlen für Schleswig-Holstein sind im Jahr 2018 auf Höchstwerte gestiegen: Mit fast 8,6 Millionen Gästen weist die am Donnerstag in Kiel veröffentlichte Statistik ein Plus von 11,1 Prozent aus - bezogen auf Betriebe mit mindestens zehn Betten und Campingplätze. Die Zahl der Übernachtungen stieg sogar um 15,3 Prozent auf fast 34,5 Millionen. „2018 war für den Tourismus in Schleswig-Holstein ein Rekordjahr“, sagte Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP). Der „echte Norden“ sei beliebt wie nie zuvor.

„Mit gut 34 Millionen Übernachtungen haben wir unser Strategieziel, die 30-Millionen-Marke an gewerblichen Übernachtungen zu überschreiten, deutlich übertroffen“, betonte Buchholz. „Die durchschnittliche Verweildauer der Gäste ist in unserem Bundesland mit vier Tagen sogar am höchsten.“ Erfreulich sei die positive Entwicklung über das gesamte Jahr hinweg: In elf von zwölf Monaten seien Steigerungen zu verzeichnen gewesen, die größten im März und Mai. Als Gründe nannte Buchholz attraktive Angebote über das ganze Jahr hinweg, das monatelang andauernde schöne Wetter sowie eine verbesserte öffentliche Infrastruktur.

Das Statistikamt Nord allerdings relativierte die hohen Zuwachszahlen und verwies auf die neue Auswertungsgrundlage. So seien deutlich mehr auskunftspflichtige Betriebe berücksichtigt worden als zuvor, erläuterte ein Experte. Hinzugekommen seien vor allem von Agenturen vermittelte Ferienwohnungen mit etwa 20 000 Betten. Im Bereich der Hotellerie fielen die Wachstumsraten mit 3,5 Prozent mehr Gästen (insgesamt knapp 4,5 Millionen) und 2,9 Prozent mehr Übernachtungen (knapp 10,7 Millionen) deutlich niedriger aus. Ausreißer in der Statistik ist der „sonstige Beherbergungsbereich“ - mit einem Gästeplus von 21,7 Prozent (fast vier Millionen) und einem Zuwachs an Übernachtungen von sogar 29 Prozent auf mehr als 20,2 Millionen. Zum sonstigen Beherbergungsgewerbe gehören Ferienzentren, Ferienwohnungen und -häuser, Jugendherbergen, Erholungs-, Ferien- und Schulungsheime sowie Campingplätze.

Nur kleine Wachstumsraten verzeichneten die Vorsorge- und Reha-Kliniken: Deren Gästezahl stieg um 2,4 Prozent auf knapp 160 000, die Zahl der Übernachtungen um 1,7 Prozent auf gut 3,5 Millionen. Der Trend Schleswig-Holsteins, auch in der Nebensaison als Urlaubsziel gefragt zu sein, setzte sich im Dezember fort. Das Gästeaufkommen in den größeren Beherbergungsstätten und auf den Campingplätzen stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,8 Prozent auf rund 441 000 Besucher. Die Zahl der gebuchten Übernachtungen nahm sogar um 11,4 Prozent zu. Erfasst wurden im Dezember 3 084 Beherbergungsstätten mit 199 000 angebotenen Gästebetten sowie 89 geöffnete Campingplätze.

„Stetige Investitionen in neue und moderne Hotels, Freizeitangebote und Restaurants sowie spezielle Angebote und Veranstaltungen für alle Zielgruppen in den Wintermonaten kommen bei Schleswig-Holstein-Reisenden gut an“, zeigte sich Buchholz zufrieden. Die Marketingaktivitäten aller Tourismusakteure im Land wirkten sich gleichermaßen positiv aus. „Für die Zukunft gilt es, den Anteil der ausländischen Gäste mit guter Kaufkraft auszubauen, den lukrativen Anteil der Tagungsgäste zu steigern und noch mehr Gäste für das Binnenland und die Nebensaison zu begeistern.“  

dpa

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