Bibliothek feiert 100-jähriges Bestehen

100 Jahre Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften. Foto: DPA

Kiel - Ihren 100. Geburtstag hat gestern die deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW) gefeiert. Bei einem Festakt in Kiel würdigten Prominente aus Wissenschaft und Politik den weltweit größten Informationsdienstleister für Wirtschaftswissenschaften. Die zur Leibniz-Gemeinschaft gehörende ZBW führt 4,3 Millionen Bände und 27 000 Zeitschriften; sie bietet 500 Datenbanken an und und in einem kostenlosen Suchportal mehr als zehn Millionen Datensätze. Sie war am 1. Februar 1919 als Abteilung des heutigen Instituts für Weltwirtschaft eingerichtet worden.

Im Laufe der Zeit wandelte sich die ZBW mit 300 Angestellten in Kiel und Hamburg von einer klassischen Bibliothek zum digitalen Dienstleister für Wissenschaftler und Studenten. 2017 zählte sie sechs Millionen Downloads und gut 250 000 Entleihungen von Büchern. Der Publikationsserver EconStor verfügt über 160 000 frei zugängliche Aufsätze und Arbeitspapiere.

Die innovationsorientierte ZBW habe mit dem Informatiker Klaus Tochtermann als Direktor sehr früh konsequent auf Digitalisierung gesetzt, sagte der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Matthias Kleiner. Sie sei ein Motor hin zu Open Science: Transparenz und Dialog mit der Gesellschaft seien gerade in Zeiten von Fake News wichtig für Vertrauen in Wissenschaft. Was die ZBW beim Digitalen leiste, sei europa- und weltweit absoluter Spitzenstandard, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). „Das ist wirklich große Klasse, was hier geleistet wird.“ Ausdrücklich lobte Günther Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), als dieser noch auf dem Weg nach Kiel war. Er bescheinigte Tschentscher in der Zusammenarbeit beider Länder eine extrem offene Art gegenüber Schleswig-Holstein. „Das ist richtig gut geworden.“  dpa

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