Brunsbüttel: Atommüll-Bergung beendet

„Kein Fass kommt mehr in eine Kaverne“

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Energieminister Jan-Philipp Albrecht (r.) vor eine leeren Kaverne im AKW Brunsbüttel.

Brunsbüttel - Sieben Jahre nach Entdeckung von Rostschäden an Fässern in den unterirdischen Lagerstätten des Kernkraftwerks Brunsbüttel ist die Bergung des Atommülls abgeschlossen.

„Obwohl viele der mehr als 600 Fässer in den Kavernen durch Korrosion stark beschädigt waren, ist es im Laufe der Bergungsarbeiten nicht zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen für beteiligte Personen oder für die angrenzende Bevölkerung gekommen“, sagte Energieminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) am Donnerstag bei einem Besuch in Brunsbüttel. „Kein Fass kommt mehr in eine Kaverne.“ 

AKW-Betreiber Vattenfall hatte in den Lagern ursprünglich 632 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aufbewahrt. Es handelte sich im Wesentlichen um Filterharze und Verdampferkonzentrate aus dem KKW-Betrieb, der 1977 begonnen hatte. Seit 2007 ist der Meiler aber dauerhaft abgeschaltet. Erstmals waren 2012 Rostschäden an den Fässern festgestellt worden. Vier Jahre später begann nach umfangreichen Untersuchungen unter anderem mit einer Spezialkamera die wegen der Strahlung komplizierte Bergung des Atommülls.

„Auf dem langen Weg zum endgültigen Atomausstieg können wir nach rund sieben Jahren eine bedauerliche Sonderetappe immerhin mit einem erfreulichen Ergebnis beenden“, sagte Albrecht. Die Abfälle sollen endlagergerecht verpackt in oberirdischen Lagern des AKW Brunsbüttel aufbewahrt werden, bis das Endlager Schacht Konrad bei Salzgitter in Niedersachsen zur Verfügung steht. Ende vergangenen Jahres hatte Albrecht die Genehmigung zu Stilllegung und Abbau des Kernkraftwerks erteilt.  

dpa

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