Altmaier berät sich mit CDU-Fraktion zu Klimapolitik

Bund sagt Unterstützung zu

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Ein Kesselwagon vor der Beladung mit Erdgas im Elbehafen in Brunsbüttel.

Norderstedt – Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sieht positive Signale, dass ein Import-Terminal für verflüssigtes Erdgas (LNG) in Brunsbüttel realisiert werden kann.

Das private Konsortium, das letztlich über die Investition entscheiden werde, sei bereits sehr weit, sagte Altmaier nach einer Klausurtagung mit der CDU-Landtagsfraktion am Freitag in Norderstedt. Die Bundesregierung unterstütze das Projekt, indem sie möglicherweise Fördermittel bereitstelle sowie eine Anbindung Brunsbüttels an das deutsche Gasnetz auf Kosten der Netzbetreiber sicherstelle. Das entlastet die privaten Investoren. 

Altmaier hält auch zwei LNG-Terminals für möglich, wenn sich die Investoren dafür entscheiden. Neben Brunsbüttel wollen auch Stade und Wilhelmshaven in Niedersachsen einen solchen Terminal bauen, der rund 500 Millionen Euro kostet. Deutschland benötige sowohl das Pipeline-Gas aus Russland als auch weitere Versorgungsquellen im Nahen und Mittleren Osten oder anderswo. Die USA erwähnte der Minister nicht. Die Förderung in den bisherigen Lieferländern wie den Niederlanden gehe zurück; gleichzeitig steige der deutsche Gasbedarf. Das Treffen zwischen der Fraktion und Altmaier stand ganz im Zeichen der Energiepolitik. „Schleswig-Holstein ist Energieland und soll Energieland bleiben“, sagte der Minister. Er unterstütze das Bemühen der Landesregierung, mehr Strom direkt vor Ort zu verwenden. 

Gegenwärtig laufe eine Ausschreibung des Bundeswirtschaftsministeriums für Reallabore der Energiewende, wo in großtechnischem Maßstab neue Technologien erprobt werden sollen. Er könne die Ergebnisse der Ausschreibung nicht vorwegnehmen, doch seien die Voraussetzungen im Land gut. Es seien alle Arten erneuerbarer Energien vorhanden. Ein weiteres Thema des Dialogs war die Nutzung von Landstrom während der Liegezeiten von Schiffen. Dort werde eine Kommission der Küstenländer bis zur Maritimen Konferenz im Mai Lösungsvorschläge vorlegen, um die Wirtschaftlichkeit von Landstrom für die Reedereien zu verbessern. 

dpa

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