Deiche halten Fluten stand

Steigendes Wasser überflutet den Strand von St. Peter-Ording. Foto: dpa

Die ersten beiden von fünf Sturmfluten bis Mittwoch sind an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste und in Hamburg glimpflich verlaufen. Die Deiche halten „problemlos“. In Hamburg steht der Fischmarkt erneut unter Wasser.

Hamburg/Husum – Die beiden Sturmfluten am Montag und Dienstagfrüh haben in Schleswig-Holstein und Hamburg keine größeren Schäden angerichtet. Die Deiche an der Nordseeküste hätten den Fluten „problemlos standgehalten“, sagte der Sprecher des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein, Hendrik Brunckhorst, am Dienstag. Der Hamburger Fischmarkt wurde am Dienstagmorgen erneut überflutet. Beeinträchtigungen gab es durch das anhaltende Sturmwetter mit Regen, heftigen Windböen und örtlicher Glätte in Schleswig-Holstein im Straßenverkehr und bei der Bahn.

Das Wasser am Hamburger Fischmarkt stieg auf 1,74 Meter über dem mittleren Hochwasser, sagte ein Sprecher des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Schäden habe es keine gegeben, erklärte ein Sprecher der Feuerwehr. Auf den Inseln Sylt und Föhr kam es zu Sandabtragungen am Strand. Das Ausmaß dieser Schäden sei noch nicht genau festgestellt, sagte Brunckhorst. An die Dithmarscher Küste seien Pflanzen, aber auch Müll angeschwemmt worden.

Drei weitere Sturmfluten standen noch bis Mittwochnachmittag aus. Am Donnerstag sollen bei dann wieder normaler Tide die Sturmschäden an Deichen und Stränden genau erfasst werden.

Die erste Sturmflut war an der Nordseeküste stärker als die zweite gewesen. In Husum zum Beispiel war der Wasserstand 2,32 Meter über dem Mittleren Tidehochwasser, bei der zweiten Sturmflut 1,69 Meter. Die beiden nächsten Sturmfluten sollten wieder höher sein.

Am Dienstag warnte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, für die deutsche Nordseeküste bestehe wieder die Gefahr einer schweren Sturmflut. Am Dienstag sollten demnach das Nachmittag-Hochwasser beziehungsweise das Abend-Hochwasser an der ostfriesischen Küste und im Wesergebiet 1,5 bis 2 Meter höher als das mittlere Hochwasser eintreten, im Elbegebiet und an der nordfriesischen Küste sollte es 2 bis 2,5 Meter höher als das mittlere Hochwasser sein, und im Hamburger Elbegebiet etwa 2,5 Meter höher als das mittlere Hochwasser.

In seinem Warnlagebericht für Schleswig-Holstein sagte der Deutsche Wetterdienst bis Mittwochabend Sturmböen um 75 km/h (Beaufortskala 8-9) aus West voraus. An der See sowie in Schauer- und Gewitternähe drohten schwere Sturmböen um 100 km/h (Beaufortskala 10), vereinzelt auch orkanartige Böen bis 115 km/h (Beaufortskala 11). Auf den Straße, könne es nachts örtlich Schneeschauer und Glätte durch Schneematsch geben.   dpa

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