Hilfen: Unterstützung für Einwanderer.
+
Hilfen: Unterstützung für Einwanderer.

Innenministerin Sütterli-Waack (CDU) will mehr Ausländer einbürgern

Der Norden wirbt um neue Bürger

Kiel – Die Landesregierung in Schleswig-Holstein bemüht sich um mehr neue Bürger. „Wir wollen mehr Menschen bei uns in Schleswig-Holstein motivieren, sich für eine Einbürgerung zu entscheiden“, erklärte am Dienstag Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU). Das Land wolle Ausländern die Vorteile des Deutschwerdens deutlich machen. „Eine Einbürgerung bedeutet weit mehr als nur einen deutschen Pass zu bekommen:

Sie ermöglicht vollumfänglich gleichberechtigt teilzuhaben und das gesellschaftliche und politische Leben mitzugestalten.“

Ziel sei es, an Einbürgerung interessierte Schleswig-Holsteiner auf ihrem Weg zu unterstützen. Seit Dienstag gibt es dazu ein überarbeitetes Online-Angebot der Landesregierun mit allgemeinen Informationen zum Einbürgerungsprozess.

Nach den aktuellen Zahlen erhielten im Jahr 2019 3 427 Ausländer im Land die deutsche Staatsangehörigkeit. Das waren 726 Personen mehr als im Vorjahr und bedeutete den höchsten Stand seit 2007. Mit 641 Fällen bildeten eingebürgerte Briten 2019 die größte Gruppe unter den Eingebürgerten. Es folgten Türken (388) und Polen (227).

„Alle Menschen, die sich einbürgern lassen, erhalten die vollen demokratischen Rechte deutscher Staatsangehöriger“, erläuterte die Ministerin. „Sie können in ihrer Gemeinde und auf Ebene des Landes, des Bundes und der EU wählen.“ Außerdem sind mit der deutschen Staatsangehörigkeit weitreichende weltweite Reisefreiheiten verbunden. Dazu sei es leichter eine Arbeitsstelle aufzunehmen oder Sozialleistungen zu beziehen. Auch ein Familiennachzug werde deutlich einfacher, so die CDU-Innenministerin. Voraussetzung für eine Einbürgerung sei unter anderem das Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes. dpa

Internetlink

www.schleswig-holstein.de/einbuergerung

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.