Gerät hilft bei der Suche nach Vermissten

DLRG setzt weiter auf Drohnen

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Fünfmal ist die DLRG-Drohne seit dem Beginn der Badesaison bislang zum Einsatz gekommen. 

Scharbeutz - Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im Land setzt bei der Suche nach im Wasser vermissten Menschen zunehmend Drohnen ein. Seit dem Start der aktuellen Badesaison im Mai habe es bereits fünf Einsätze von Rettungsdrohnen gegeben, sagte Christoph Niemann, der Leiter der DLRG-Station Haffkrug-Scharbeutz. Dabei seien keine Menschen gefunden worden. „Das ist für uns ein positives Ergebnis“, sagte Niemann.

Die DLRG-Station Haffkrug-Scharbeutz setzt als bislang einzige an den Küsten Schleswig-Holsteins Aufklärungsdrohnen bei der Wasserrettung ein. Dabei suchen die Retter mithilfe der ferngesteuerten Fluggeräte aus der Vogelperspektive nach Personen, die unter der Wasseroberfläche treiben. Seit Beginn des Pilotprojektes im August 2016 gab es nach Angaben Niemanns insgesamt sieben Einsätze.

„Für die konventionelle Suche vom Boot aus und mit Rettungsschwimmern braucht man sehr viele Einsatzkräfte“, sagte Niemann. „Durch die Drohnen werden weniger Einsatzkräfte gebunden und wir können sie gezielt dahin schicken, wo sie gebraucht werden. Dadurch retten die Drohnen auch indirekt Menschenleben“, sagte Niemann.

Kein Rettungsring aus der Luft

Die Station Haffkrug-Scharbeutz ist für einen 20 Kilometer langen Strandabschnitt zwischen Timmendorfer Strand und Sierksdorf zuständig. Dort sind nach Angaben Niemanns inzwischen 25 ehrenamtliche Rettungsschwimmer im Umgang mit den Fluggeräten ausgebildet.

Einen Einsatz von Drohnen zum Abwurf von Rettungsmitteln lehnt die DLRG dagegen ab. Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) setzt an Badestränden in Mecklenburg-Vorpommern Drohnen ein, die über einer Unglücksstelle aufblasbare Plastikschläuche abwerfen können. Das DRK argumentiert, daran könnten sich in Not geratene Schwimmer bis zum Eintreffen der Retter festhalten. Dagegen sagt Niemann: „Bei einem gut ausgebauten System der Wasserrettung bringt das keinen Vorteil. Wenn man weiß, wo sich der Gesuchte befindet, sind unsere Rettungsboote dreimal schneller vor Ort als eine Drohne.“ 

dpa

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