Sabine Sütterlin-Waack (CDU), Innenministerin.
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Sabine Sütterlin-Waack (CDU), Innenministerin.

Krisenmanagement im Norden wird neu geordnet

„Engere Abstimmung“

Kiel – Schleswig-Holsteins Landesregierung hat am Dienstag einem neu konzipierten Krisenmanagement zugestimmt. Damit wird die aus dem Jahr 1999 stammende Struktur abgelöst, teilte das Innenministerium mit. „Wir erleben derzeit einen tiefergehenden Wandel im Bevölkerungsschutz“, sagte Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU). Dies gelte besonders angesichts des Klimawandels mit Hitzewellen, Waldbränden, Hochwassern, Stürmen und Sturmfluten, aber auch mit Blick auf Pandemien oder längerfristige Stromausfälle.

Das Konzept für eine ressortübergreifende einheitliche Krisenmanagementstruktur basiert im Wesentlichen auf sogenannten besonderen Aufbauorganisationen zur Bewältigung einer Krise. So gibt ein Krisenstab der Landesregierung unter Leitung des Ministerpräsidenten die wesentliche Zielrichtung einer Krisenbewältigung vor. Abhängig von der jeweiligen Lage kommen ansonsten ein Führungsstab für Katastrophenschutz unter Leitung des Innenministeriums oder ein interministerieller Leitungsstab zum Zuge. Zudem ist ein Stab vorgesehen, der unter Beteiligung aller betroffen Fachbehörden Maßnahmen der Verwaltung koordiniert.

Außer der organisatorischen Neugestaltung will die Regierung die räumlichen und technischen Voraussetzungen den heutigen Anforderungen für ein zukunftssicheres Krisenmanagement anpassen. So soll ein neues gemeinsames Lagezentrum in Kooperation mit dem Technischen Hilfswerk entstehen. Auch die kommunalen Landesverbände und die Landesfeuerwehrschule werden beteiligt.

„Ziel ist es, die enge Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem THW noch weiter zu verbessern“, erläuterte Sütterlin-Waack. „Der Hochwassereinsatz im Ahrtal war ein besonders gelungenes Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit von THW und Land in Schleswig-Holstein.“  dpa

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