Anweisung für rund sieben Millionen Euro: Hilfen für Kleinbetriebe laufen an

Die ersten Gelder fließen

Krisengebeutelt: Kleinbetriebe und Solo-Selbstständige können seit Donnerstag Soforthilfen beantragen. Foto: dpa

Kiel – Als Überlebenshilfen in der Coronakrise sind an Hunderte Kleinstunternehmer erste Zuschüsse geflossen. „Bisher haben wir 700 Anträge beschieden“, sagte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) am Montag. Mit Stand 10 Uhr seien 6,7 Millionen Euro angewiesen worden. Im Laufe des Tages wurden es rund sieben Millionen. Bis Montag gingen 30 0000 Anträge ein. „Es geht darum, schnell möglichst viele Anträge zu bearbeiten“, sagte Buchholz.

Der Bund unterstützt kleine Firmen, Solo-Selbstständige, Freiberufler und Landwirte mit bis zu 50 Milliarden Euro. Das Land flankiert dies mit 100 Millionen Euro für Sonderfälle. „Wir arbeiten massiv an der Umsetzung, um die entsprechende Liquidität im Markt zu haben“, sagte Minister Buchholz.

Am Montag besprach Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) mit Spitzen der Finanzwirtschaft die Lage. Sparkassenverband, Bankenverband, Volks- und Raiffeisenbanken, Investitionsbank und Landesregierung stünden den Selbstständigen und den Unternehmen in dieser schwierigen Zeit zur Seite, hieß es auf der Homepage der Regierung in einer gemeinsamen Erklärung.

Wegen der Begrenzung von Zuschüssen für Kleinbetriebe auf solche mit maximal zehn Beschäftigten wurde Kritik laut. Die Unternehmensverbände von Ost- und Westküste forderten auch für Betriebe bis 50 Beschäftigten außer Darlehen ergänzende Hilfsmaßnahmen, um Liquidität und Jobs zu sichern. In anderen Ländern sei das auch so. Die Landesregierung müsse hier dringend nachbessern, verlangte Stefan Lange, der Landesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion. Auch die IHK kritisierte die „Unterstützungslücke“.  dpa

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