Frei.Wild will trotz Urteil nach Flensburg kommen

Flensburg – Trotz des geplatzten Konzerts in der Flens-Arena wird die Südtiroler Band Frei.Wild am 20. April nach Flensburg kommen. Die südtiroler Band suche nach einer Ersatzspielstätte in der Region, werde aber in jedem Fall an die Flensburger Förde kommen – und sei es nur auf ein Bier mit den Fans oder für eine Autogrammstunde, sagte Konstantin Grosse von der Agentur KGB event an gestern. Gegen die Entscheidung des Landgerichts Flensburg vom Vortag werde nicht Berufung eingelegt. Das Gericht hatte einen Antrag des Konzertveranstalters auf eine einstweilige Verfügung verworfen.

Der Veranstalter wollte die Halle für das Konzert bekommen. Der Hallenbetreiber lehnte unter anderem wegen Sicherheitsbedenken ab. Gegen das Konzert hatte sich viel Widerstand in Flensburg geregt. Kritiker werfen den Deutschrockern eine Nähe zur rechten Szene vor, was die Musiker bestreiten.

In einer Pressemitteilung der Agentur hieß es, allen juristischen Widrigkeiten zum Trotz wolle die Band die Flensburger Fans gerade jetzt nicht hängen lassen.

Bandleader Philipp Burger wurde mit den Worten zitiert: „Es geht hier weniger um uns. Viele große Bands waren schon in unserer Situation. AC/DC war auf einem ganzen Kontinent unerwünscht, die Toten Hosen haben es in Helgoland erlebt, jetzt hat es eben mal uns erwischt. Was uns aber wirklich ärgert, ist, dass unter dem ganzen Hokuspokus der politischen Initiative gegen uns unsere tollen Fans zu leiden haben.“ Die Band werde´– „in welcher Form auch immer“ – am 20. April in Flensburg präsent sein: „Wir freuen uns auf ein geiles Fest mit unseren Fans, mit oder ohne Halle, oder beidem. Irgendwie gehört so was zum Rock’n Roll.“  dpa

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