Hunderte Schüler streiken in Kiel für eine bessere Klimapolitik

#FridaysForFuture

Schüler demonstrieren in Kiel für Maßnahmen gegen den Klimawandel. Als Vorbild agiert die schon seit Monaten demonstrierende 15-jährige schwedische Aktivistin Greta Thunberg. - Foto: dpa

Kiel - Mit einem „Schulstreik“ haben etwa 500 Schüler am Freitagmorgen vor dem Landtag in Kiel für eine bessere Klimapolitik demonstriert. Auf Plakaten und mit Sprechchören wie „Klimaschutz statt Kohleschmutz“ forderten sie den Ausstieg aus der Kohle und weitere Maßnahmen. Der grüne Landtagsabgeordnete Lasse Petersdotter kritisierte unter großem Beifall das Versagen der Politik, den Klimawandel zu stoppen. Schnelles Handeln wie der Ausstieg aus der Kohle seien überfällig. Bildungsministerin Karin Prien (CDU) sagte zu Journalisten vor dem Landeshaus, sie habe für die politischen Ziele Verständnis. Allerdings gehe es hier auch um unentschuldigtes Fehlen in der Schule. Das Schulgesetz habe immer Geltung. Allerdings seien Sanktionen gegen Schüler bei vereinzeltem Fehlen nicht vorgesehen. In sieben Städten – darunter Berlin, Hamburg, Göttingen und Köln – hatten Schüler über Facebook und Twitter zu Protesten aufgerufen, anstatt zur Schule zu gehen. „Es ergibt für uns keinen Sinn für die Zukunft zu lernen, wenn wir vielleicht keine haben“, sagte Jakob Blasel, einer der Initiatoren der Kieler Schüler, am Freitagmorgen. Über die Proteste wurde in sozialen Medien unter dem Hashtag #FridaysForFuture diskutiert. Unterstützt hatten die Grüne Jugend und die BUND-Jugend die Aktionen – auch wenn Streiks während der Schulzeit nicht erlaubt sind. Dazu aufgerufen hatte die 15-jährige schwedische Aktivistin Greta Thunberg. Sie protestiert schon seit Monaten freitags gegen den Klimawandel - dpa

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