An vielen Orten auch in Schleswig-Holstein gibt es bereits Mehrwegpfandsysteme für Heißgetränke. Nun will auch Helgoland so ein System etablieren, um die Einweg-Flut einzudämmen.  
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An vielen Orten auch in Schleswig-Holstein gibt es bereits Mehrwegpfandsysteme für Heißgetränke. Nun will auch Helgoland so ein System etablieren, um die Einweg-Flut einzudämmen.  

Helgoland initiiert eigenes Mehrwegsystem für To-Go-Becher

Gegen die Einweg-Flut

Helgoland – Die Hochseeinsel Helgoland hat ein eigenes Mehrwegpfandsystem für Getränke zum Mitnehmen auf den Weg gebracht. Ein Test soll zeigen, ob die Insel es schafft, ein eigenes Pfandsystem zu etablieren, ohne dass viele Becher als Souvenir die Insel verlassen, sagte Projektinitiatorin Rebecca Ballstaedt. „Wir freuen uns, wenn uns vor allem unsere Gäste bei der Einführung und dem Erhalt des Pfandsystems unterstützen und somit einen wertvollen Beitrag für ihre Urlaubsinsel leisten“, sagte Ballstaedt.

Dafür müssten die Becher nach dem Ausleihen zurück ins System überführt werden.

Aktuell werden jährlich auf Helgoland etwa 25 000 Einwegbecher für Heißgetränke verbraucht. „Es wäre fantastisch, wenn das Pfandsystem dazu beitragen kann, dass diese Menge drastisch reduziert wird oder sogar nicht mehr notwendig ist“, sagte Tourismusdirektor Stephan Hauke.

Zunächst beteiligen sich am Testbetrieb des „Green Steer“ (Grüner Stern)-Projekts sechs Betriebe. Die ausgeliehenen Becher können bei allen Partnern zurückgegeben werden. Auch können mitgebrachte eigene Becher hier gefüllt werden. „Wenn unsere Pfandbecher gut angenommen und zurückgegeben werden, wollen wir in der zweiten Phase gern auch Behälter für Gastronomen ausprobieren, die Mitnahme- oder Lieferdienste anbieten“, sagte Ballstaedt.

Seit 2019 zeichnet die Insel Betriebe mit dem „Green Steer“ aus, die sich im Bereich Nachhaltigkeit engagieren oder künftig engagieren wollen.

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