Landwirte hoffen auf trockenes und beständiges Erntewetter – am Donnerstag sah es in Niebüll eher nicht danach aus. J Foto: dpa
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Landwirte hoffen auf trockenes und beständiges Erntewetter – am Donnerstag sah es in Niebüll eher nicht danach aus.

Landwirte hoffen auf beständiges Erntewetter

Gerste, Raps und Weizen müssen ins Trockene

Niebüll - In Schleswig-Holstein rücken die Mähdrescher aus. Die Bauern erwarten in diesem Jahr eine gute Getreideernte, sagte der Präsident der Landwirtschaftskammer, Claus Heller, am Donnerstag im nordfriesischen Niebüll.

Die Erträge im nördlichsten Bundesland werden auf insgesamt knapp 2,6 Millionen Tonnen geschätzt, sagte Heller. Das wären rund 142 000 Tonnen (5,7 Prozent) mehr als im Vorjahr. Hiervon entfallen voraussichtlich 1,9 Millionen Tonnen auf die Brotgetreidearten Weizen und Roggen und rund 69  000 Tonnen auf die Futtergetreidearten Gerste, Hafer und Triticale. Schleswig-Holsteins Bauern kultivierten in diesem Jahr Getreide auf rund knapp 298 000 Hektar Agrarfläche. Das sind 1,6 Prozent weniger als im Vorjahr.

„Wir brauchen jetzt trockenes, beständiges Wetter für die Gerstenernte und die dann folgende Raps- und Weizenernte“, sagte Heller. Sommergetreide steht in diesem Jahr der Kammer zufolge auf knapp 16 600 Hektar Fläche. Erwartet werden Erntemengen von 24 800 Tonnen Weizen, 32 500 Tonnen Gerste und 51 800 Tonnen Hafer.

Raps wurde in diesem Jahr auf rund 97 000 Hektar angebaut. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 4,5 Prozent weniger. Die Rapsernte wird nach Einschätzung der Experten mit 394 100 Tonnen voraussichtlich jedoch 35 Prozent höher ausfallen als im Vorjahr. Deutschland ist der Kammer zufolge größter Rapsanbauer der EU.

Lage der Milchbauern entspannt sich

Die Lage der Milchbauern hat sich nach Einschätzung der Landwirtschaftskammer etwas entspannt. Die Erträge für Grassilage waren höher als im Vorjahr, sagte Kammerpräsident Heller. „Auch die Heubergung war in diesem Jahr dank des guten Wetters Mitte bis Ende Juni sehr gut möglich.“ Das trage dazu bei, dass die Milchviehbetriebe ihre finanziellen Lücken weiter stopfen können, kommentierte Heller. J dpa

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