Maske tragen war bisher nur im Schulgebäude Pflicht, nicht aber während des Unterrichts.
+
Maske tragen war bisher nur im Schulgebäude Pflicht, nicht aber während des Unterrichts.

Regel soll Corona-Risiko durch Reiserückkehrer eindämmen

GEW für Maske im Unterricht

Kiel – Die zweiwöchige Maskenpflicht nach den Herbstferien im Schulunterricht in Schleswig-Holstein stößt bei Lehrer- und Elternvertretern auf Zustimmung. „Es ist eine Maßnahme, die durchaus dazu beitragen kann, das Infektionsgeschehen im Rahmen zu halten“, sagte der Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Bernd Schauer, gestern in Kiel. Auch die Vorsitzende des Landeselternbeirates Gymnasien Schleswig-Holstein, Claudia Pick, sieht dadurch ein Stück mehr Sicherheit.

Beide betonten, es habe sich nach den Sommerferien gezeigt, dass mit den Urlaubsrückkehrern das Corona-Verbreitungspotenzial steige. „Daher ist die Maskenpflicht nach den Herbstferien richtig“, meinte Schauer.

Pick erinnerte daran, dass nach den Sommerferien vom Bildungsministerium lediglich die „dringende Empfehlung“ ausgesprochen worden sei, im Unterricht Masken zu tragen. Dies habe in Schulen teils heftige Diskussionen ausgelöst. Das falle jetzt mit der Vorgabe des Maskentragens weg. Die Begrenzung auf 14 Tage reiche aus, um nach den Ferien klarer einschätzen zu können, welches Infektionspotenzial mitgebracht worden sei.

Schauer betonte, es sei aber zweifelhaft, ob die Maskenpflicht allein ausreiche. Notwendig sei zudem eine bessere Ausstattung der Schulen fürs Lüften. Und es sollten kleinere Unterrichtsgruppen eingerichtet werden, sofern das Infektionsgeschehen zunehme.

„Masken sind natürlich eine Belästigung für alle, die sie tragen“, erklärte Schauer. „Aber momentan sehe ich keine Alternative.“ Pick räumte ein, dass nach den Sommerferien ein Teil der Eltern eine Maskenpflicht im Unterricht als überzogen abgelehnt habe. Andererseits hätten sehr viele Eltern die dringende Empfehlung auch als Corona-Prävention begrüßt.

Mit der neuen Regel will Bildungsministerin Karin Prien (CDU) das Risiko einer Ausbreitung des Coronavirus durch Reiserückkehrer eindämmen. „Das ist ein vertretbarer Weg aus Fürsorge für die Lehrkräfte und die Schüler“, hatte Prien am Mittwoch gesagt.  dpa

Einen Mund-Nasen-Schutz muss nach den Herbstferien jeder Schüler auch im Unterricht tragen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.