SPD sieht im Norden ein „optimales Fahrradland“

Gleichberechtigt zum Auto

Zwei Radler fahren entlang der Steilküste an der Ostsee. SPD-Politiker Vogel sieht im Land optimale geografische Bedingungen für den Radverkehr. Foto: dpa

Kiel – Der SPD-Politiker Kai Vogel hat der Landesregierung mehr Förderung für den Radverkehr gefordert. „Schleswig-Holstein ist von den geografischen Bedingungen das optimale Fahrradbundesland schlechthin“, sagte der Landtagsabgeordnete Vogel. Radfahren müsse aber attraktiver und sicherer werden. Bei Straßenplanungen und -sanierungen müssten Land und Kommunen den Fahrradverkehr „gleichberechtigt und nicht erst nachrangig zum Autoverkehr mitdenken“.

„Schleswig-Holstein kann Fahrradland Nr. 1 werden“, sagte Vogel. Er schlägt die Förderung von fahrradgerechten Ampelschaltungen vor, die sich nicht an den Autos orientieren, eine farbliche Kennzeichnung von Fahrradquerungen bei Kreuzungen und mehr Schilder, die Autofahrer auf Radler hinweisen.

Die CDU-geführte Landesregierung müsse zudem das Förderprogramm für „bike&ride“-Häuser wieder aufnehmen, sagte Vogel. In größeren Städten sollten Leihsysteme wie das Stadtrad finanziell unterstützt werden. Der Fahrradführerschein müsse an allen Schulen verpflichtend abgenommen werden. Ähnlich wie im Straßenbau regte Vogel zudem einen umfassenden Sanierungsplan für die überregionalen Radwege zwischen Nord- und Ostsee an.

Symbol des Klimaschutzes

„Radfahren kann die Antwort auf viele Fragen sein – so auch auf den drohenden Verkehrskollaps in vielen Großstädten“, erklärte Vogel. Zudem sei Radfahren ein Symbol des Klimaschutzes. Die Koalition müsse den Radverkehr „auf eine Stufe mit dem Autoverkehr stellen“.  dpa

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