Land Schleswig-Holstein springt oft als Erbe ein

Grundstücke, Bankkonten und auch mal Schlangen

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Monika Heinold, Finanzministerin von Schleswig-Holstein, berichtet, dass das Land zwar einige Erbschaften erhalte, dadurch allerdings eine Menge Arbeit hat.

Kiel - Das Land Schleswig-Holstein tritt viele Erbschaften an, aber die Freude darüber ist meist begrenzt. „Was nach Goldgrube klingt, ist in der Regel viel Arbeit, wenig Profit und manchmal sogar ein Minusgeschäft“, berichtete jetzt Finanzministerin Monika Heinold (Grüne).

Die Einnahmen des Landes hielten sich in engen Grenzen, da Angehörige Erbschaften meist nur ausschlügen, wenn der Nachlass hohe Verbindlichkeiten enthalte und dem nur wenige verwertbare Gegenstände gegenüberstehen.

Allein im vergangenen Jahr erbte das Land bei 207 Fiskalerbschaften 555.325 Euro. Das war deutlich mehr als im Vorjahr (2016: 314.426 Euro aus 221 Erbschaften), aber weniger als im Rekordjahr 2015. Damals strich das Land 754.456 Euro aus 236 Fiskalerbschaften ein.

Die Einnahmen des Landes resultieren aus geerbten Bankguthaben, Versicherungsleistungen, Wertpapieren sowie dem Verkauf von Grundbesitz, Fahrzeugen, Schmuck oder anderen Wertgegenständen. „Für das Land bedeuten Fiskalerbschaften einen erheblichen Verwaltungsaufwand. Häufig müssen Wohnungen gesichtet und anschließend aufgelöst sowie umfangreiche Akten ausgewertet werden“, sagte Heinold. Nicht selten müssten Immobilien und Grundstücke vor einem Verkauf saniert werden. „Ziel ist es immer, die Erbschaft mit wenig Schaden und Aufwand aufzulösen.“

Es gibt aber auch immer wieder besondere Fälle. 2017 erbte das Land zahlreiche Waffen, die anschließend entsorgt wurden. Ein anderer Nachlass bescherte Schleswig-Holstein fünf Schlangen, die an ein Tierheim gingen. 

 dpa

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