Überprüfungen zwischen Deutschland und Dänemark laufen seit 2016

Günther für rasches Ende der Grenzkontrollen

+
Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) will, dass der Verkehr zwischen Deutschland und Dänemark wieder besser fließt.

Kiel - Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat vor dem Jahrestreffen der dänischen Minderheit für ein Ende der dänischen Grenzkontrollen geworben. „Für uns ist das Ziel, dass die Zusammenarbeit der deutschen und dänischen Polizei vertieft und erweitert wird und die Grenzkontrollen sobald wie möglich wieder aufgehoben werden“, sagte Günther. „Es ist unser Wunsch, dass die Kontrollen kein permanenter Zustand werden, denn zu Europa gehören offene Grenzen.“

Seit Januar 2016 kontrolliert Dänemark bereits seine Grenzen zu Deutschland. „Befürchtungen, die Einführung von Grenzkontrollen hätte negative Konsequenzen auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und würde die Mobilität im Alltag und Beruf einschränken wurden bislang noch nicht bestätigt“, sagte Günther. Die Landesregierung setze sich für flüssigen Grenzverkehr und eine Umsetzung des Schengener Abkommens ein. „Daher kontrollieren wir nicht an den Grenzen, sondern eher im Hinterland.“

Deutschland und Dänemark seien starke Wirtschaftspartner, so Günther. Es zählten die stabilen Beziehungen beider Länder in der konkreten Zusammenarbeit. „Diese werden durch einzelne Entscheidungen auf der einen oder anderen Seite vielleicht hin und wieder auf die Probe gestellt. Insgesamt ist die Basis aber doch so solide, dass wir auch in Zukunft vor allem zum Wohl von Bürgern und der Wirtschaft gut zusammenarbeiten werden.“

Günther sieht in dem nördlichen Nachbarland vor allem für die Digitalisierung ein Vorbild. Dänemark sei bei der Digitalisierung staatlicher Daseinsvorsorge und Verwaltungsdienstleistungen viel weiter. „Wenngleich Schleswig-Holstein auch im deutschen Vergleich gut dasteht mit einer relativ guten Breitbandversorgung und einem im Bundesvergleich vorzeigbaren Warenkorb an digitalen Verwaltungsdienstleistungen – Dänemark ist uns einige Jahre voraus.“ 

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.