Günther zieht eine bittere Corona-Bilanz

Kiel – Ministerpräsident Daniel Günther hat eingeräumt, dass der Schutz älterer Menschen vor dem Coronavirus nicht ausreichend gelungen ist. „In der Tat ist das etwas, was wirklich bitter ist, dass es uns nicht gelungen ist, in ausreichendem Maße ältere Menschen und diejenigen, die insbesondere von einem schweren Verlauf betroffen sind, auch so gut zu schützen, wie das eigentlich ja unser Ziel sein muss“, sagte Günther in einem Interview.

Er sagte, die Maßnahmen seien fortwährend nachgeschärft worden. „Wir mussten aber auch immer ein bisschen einen Abgleich damit machen, dass es natürlich auch das berechtigte Interesse gibt, dass beispielsweise Besuche ermöglicht werden“, sagte Günther. „Wir versuchen, so gut wie möglich zu schützen. Aber die bittere Bilanz ist: Ein ganz, ganz großer Teil der Menschen, die verstorben sind, sind in Alten- und Pflegeeinrichtungen verstorben, und das ist eine bittere Bilanz, das lässt sich wirklich überhaupt nicht schönreden.“

In Schleswig-Holstein sind innerhalb von 24 Stunden 558 neue Corona-Fälle registriert worden. Eine Woche zuvor hatte es 451 Neuinfektionen gegeben. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche stieg am Dienstag auf 92,5 (Montag 89,7). Das geht aus Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel am Dienstagabend veröffentlichte (Datenstand: 26. Januar, 21.34 Uhr). Die Zahl der Menschen, die mit oder an Corona gestorben sind, stieg um 25 auf 794.  dpa

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