Mehr Hilfen für Spielsüchtige fordert die SPD in Schleswig-Holstein.  
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Mehr Hilfen für Spielsüchtige fordert die SPD in Schleswig-Holstein.  

Landes-SPD sieht Gefahren durch Online-Poker und Roulette im Internet

Hilfsangebote für Glücksspielsüchtige

Wenn sich der Glücksspielstaatsvertrag ändert, müsse sich auch der Umgang mit den Spielen ändert, findet der SPD-Gesundheitspolitiker Bernd Heinemann. Deshalb fordert er, im Land mehr Beratung anzubienten.

Die SPD-Fraktion hat dazu für die Landtagssitzung in der nächsten Woche einen Antrag eingebracht.

Online-Poker und Roulette im Internet sind ab Anfang Juli nach bundesweit einheitlichen Regeln erlaubt. Dann tritt der neue Glücksspielstaatsvertrag in Kraft, auf den sich die Bundesländer verständigt haben. Der Staatsvertrag soll ein Nebeneinander abweichender Regeln der Länder verhindern und ein bundeseinheitliches Niveau beim Spieler- und Jugendschutz ermöglichen. Der Landtag hatte dem geplanten einheitlichen Glücksspielrecht in Deutschland Ende März zugestimmt.

Mit dem neuen Staatsvertrag wird ein zehnjähriger Alleingang Schleswig-Holsteins enden. Das Anbieten von Online-Glücksspielen ist bisher in Deutschland weitgehend verboten. Nur Schleswig-Holstein hatte Lizenzen vergeben.

Die SPD fordert von der Landesregierung, bis Dezember einen Glücksspielsuchthilfeplan vorzulegen. Nach dem Willen der Sozialdemokraten sollen künftig alle im Land bekannten legalen Glücksspiel- und Unterhaltsangebote mit Gewinnmöglichkeit sowie vorhandene Hilfeangebote für Glücksspielsüchtige erfasst werden. Nötig seien ein umfassendes Glücksspielsuchtpräventionskonzept für alle Altersgruppen sowie Beratungs- und Hilfeangebote.  dpa

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