Zahl der Betriebe sinkt zwischen 2013 und 2016 um fünf Prozent

Höfe-Sterben geht weiter

Obwohl die Zahl der Bauernhöfe seit 2013 um fünf Prozent zurückging, blieb die landwirtschaftlich genutzte Fläche in etwa gleich groß. - Archivfoto: dpa

Kiel - Die Zahl der Bauernhöfe im Land ist seit 1999 um fast ein Drittel gesunken. Damals gab es 18 058 landwirtschaftliche Betriebe, 2016 waren es nur noch 12 700. Seit der letzten Agrarstrukturerhebung im Jahr 2013 habe es einen Rückgang um fünf Prozent gegeben, dafür seien die Betriebe im Schnitt größer, teilte das Statistikamt Nord gestern mit.

Im Bundesdurchschnitt gab es demnach einen Rückgang um drei Prozent. Gegen den Trend wuchs die Zahl der ökologisch wirtschaftenden Betriebe im Land um gut sieben Prozent auf 460. Sie bewirtschafteten durchschnittlich eine Fläche von 83 Hektar. Insgesamt wuchs die ökologisch bewirtschaftete Fläche auf 38 000 Hektar (plus 13 Prozent).

Die Zahl der Beschäftigten in landwirtschaftlichen Betrieben im Land sank seit 2013 um elf Prozent auf knapp 39 900. Im Jahr 1999 waren es noch 52 586 Menschen gewesen. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche blieb seit 2013 mit gut 988 900 Hektar annähernd konstant. Die durchschnittliche Betriebsgröße steig von gut 74 auf knapp 78 Hektar.

Der Rückgang der Betriebe traf vor allem Viehhalter. So sank die Zahl der Rinderhalter binnen Drei-Jahres-Frist um neun Prozent auf gut 6 500 Betriebe und die der Milchkuhhalter auf knapp 4 200 (minus zehn Prozent). Auch die Schweinehalterzahlen (knapp 1 200) waren um elf Prozent rückläufig, die Hühnerhaltungen (gut 1 400) gingen um rund neun Prozent zurück.

Auch die Tierzahlen seien in den vergangenen drei Jahren zurückgegangen – mit zwei Ausnahmen: Bei den Milchkühen gab es seit 2013 ein Plus von drei Prozent auf 395 700 Tiere, bei Lege- und Masthühnern gab es sogar einen Zuwachs um 19 Prozent auf 3,83 Millionen Tiere.

Im Durchschnitt war gut die Hälfte der im Norden bewirtschafteten Flächen gepachtet. Die Pachtpreise zogen seit 2013 nochmals deutlich an. So mussten im Durchschnitt für einen Hektar Ackerland 506 Euro (knapp 20 Prozent mehr) und für einen Hektar Dauergrünland 298 Euro (knapp 17 Prozent mehr) gezahlt werden. - dpa

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