In unterschiedlichen Filialen des schwedischen Möbel-Riesen Ikea soll eine Bande Waschmaschinen, Kühlschränke und Möbel bestellt haben. Die Männer ließen sich die Waren liefern und zahlten mit EC-Karten nicht gedeckter Konten, so der Vorwurf. - Foto: dpa
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In unterschiedlichen Filialen des schwedischen Möbel-Riesen Ikea soll eine Bande Waschmaschinen, Kühlschränke und Möbel bestellt haben. Die Männer ließen sich die Waren liefern und zahlten mit EC-Karten nicht gedeckter Konten, so der Vorwurf.

Möbel im Wert von 170.000 Euro nicht bezahlt

Ikea-Betrüger vor Gericht

Flensburg - Mehrere Monate lang soll eine Bande aus Flensburg bei verschiedenen Ikea-Filialen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen Waren gekauft und sie anschließend nicht bezahlt haben. Jetzt müssen sich vier Männer im Alter von 23 bis 43 Jahren für „Betrugstaten als Mitglied einer Bande“ vor dem Landgericht Flensburg verantworten.

Insgesamt sollen sie den schwedischen Möbelkonzern zwischen Oktober 2016 und Mai 2017 um 170 000 Euro geschädigt haben. Die Angeklagten wollten sich am ersten Prozesstag gestern allesamt nicht zu den Vorwürfen äußern.

Für die Verlesung der Anklageschrift benötigte die Staatsanwältin eine gute Dreiviertelstunde. Ihren Schilderungen zufolge ähnelte sich das Vorgehen in allen angeklagten Fällen: Online suchten die Männer Waren aus und erstellten eine Liste. Einer der Angeklagten – oder eine andere, gesondert verfolgte Person – bestellte dann in einer Ikea-Filiale in Hamburg, Kiel, Lübeck oder auch Braunschweig persönlich unter anderem Möbel und Elektrogeräte zur Lieferung per Nachnahme. Die anfallenden Frachtkosten von 149 Euro wurden meisten vor Ort an der Kasse bezahlt.

Konten waren nicht gedeckt

Geliefert werden sollte an verschiedene Namen an unterschiedliche Adressen in Flensburg, Harrislee oder auch Braunschweig. Der Warenwert wurde beim Spediteur an der Haustür mit EC-Karte bezahlt – die dahinter stehenden Konten waren jedoch nicht gedeckt. So sei es zu Rücklastschriften gekommen, der Möbelkonzern bekam sein Geld nicht, sagte die Staatsanwältin. Die Waren sollen zum Teil weiterverkauft worden sein.

Dabei sollen die vier Männer unter anderem als Käufer, Vermittler oder Warenempfänger agiert haben. Auch andere Personen waren nach Ansicht der Staatsanwaltschaft involviert. Gegen sie wird allerdings in anderen Verfahren verhandelt. - dpa

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