Christian Kuhnt, Direktor des Schleswig-Holstein Musik Festivals, ist mit der Corona-Ausgabe zufrieden.
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Christian Kuhnt, Direktor des Schleswig-Holstein Musik Festivals, ist mit der Corona-Ausgabe zufrieden.

Veranstaltungsreihe endet am Sonntag / Stimmung der Künstler war gut

Intendant von Festival-Bilanz überrascht

Lübeck – Der Intendant des Schleswig-Holstein Musik Festivals (SHMF), Christian Kuhnt, wünscht sich auch für Schleswig-Holstein eine 2G-Strategie für Veranstaltungen während der Corona-Pandemie. „Wenn sie gut gemacht und klar kommuniziert wird, kann ich mir das sehr gut vorstellen“, sagte er. Dann entfielen bei Konzerten in geschlossenen Räumen die Abstandsregeln, sodass wieder deutlich mehr Menschen eingelassen werden könnten, als bislang.

In Hamburg ist von Samstag an die 2G-Option möglich. Dann können Veranstalter entscheiden, ob sie nur noch Geimpfte und Genesene einlassen, die dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind – oder ob sie weiter das 3G-Modell nutzen wollen. Dieses bezieht Getestete und damit Ungeimpfte ein, unterliegt aber den bisherigen Corona-Einschränkungen. Das SHMF geht am Sonntag (29. August) nach acht Wochen mit einem Konzert mit dem russischen Pianisten Daniil Trifonov im Kieler Schloss zu Ende. Der Intendant zog eine positive Bilanz des Festivals. Mit eine Auslastung von 89 Prozent habe man fast das Vor-Corona-Niveau erreicht. „Wir blicken mit großer Euphorie auf die zurückliegenden acht Wochen zurück“, sagte Kuhnt. „Von diesem Erfolg haben wir im Frühjahr nicht zu träumen gewagt.“

Insgesamt wurden nach Kuhnts Angaben von 113 000 zur Verfügung stehenden Tickets rund 101 000 verkauft. Von knapp 200 Veranstaltungen waren 110 ausverkauft. „Die Stimmung bei Künstlern und Zuhörern war gut. Man hat den Künstlern angemerkt, wie froh sie waren, nach 18 Monaten wieder vor Publikum zu spielen.“

Einige Künstler konnten wegen Reisebeschränkungen ihre geplanten Auftritte nicht wahrnehmen. So musste die diesjährige Porträtkünstlerin, die Pianistin Hélène Grimaud, ihre 14 geplanten Konzerte absagen. „Daraus haben wir gelernt“, sagte Kuhnt. „Fürs nächste Jahr fokussieren wir uns auf Künstlerinnen und Künstler aus europäischen Nachbarländern.“  dpa

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