Das Hausarzt-Zentrum in Büsum ist laut Kristin Alheit ein Beispiel für die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum. - Foto: dpa

Ministerin Alheit besucht Hausarzt-Zentrum

Junge Ärzte braucht das Land

Büsum - Junge Ärzte auf das Land zu locken, ist schwierig. Viele scheuen das Risiko der Selbstständigkeit. Die Gemeinde Büsum hat reagiert und ein kommunales Ärzte-Zentrum eingerichtet – mit angestellten Medizinern. Gesundheitsministerin Kristin Alheit (SPD) hat das Hausarzt-Zentrum in Büsum als beispielhaft für die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum gelobt.

Die Gemeinde mache mit ihrem bundesweit beachteten innovativen Konzept vor, wie es gehen kann, sagte die Ministerin gestern bei ihrem Besuch. Die Einrichtung im Kreis Dithmarschen könne ein Modell für andere Kommunen sein, um die ärztliche Versorgung sicherzustellen und Fachkräfte auch auf dem Land zu halten.

Das Konzept funktioniere, wenn alle Akteure vor Ort wie Ärzte, Kommunen und Krankenkassen an einem Strang ziehen, sagte Alheit. Gerade für junge Ärzte ist die Übernahme oder der Aufbau einer Praxis aufgrund der Selbstständigkeit ein Risiko. Die Gemeinde Büsum hat daher das Hausarzt-Zentrum 2015 als kommunale Eigeneinrichtung in Betrieb genommen. Die Ärzte in dem Zentrum sind Angestellte der Gemeinde.

„Das Engagement der Beteiligten ist beispielhaft und eröffnet gerade auch für junge Ärztinnen und Ärzte die Möglichkeit eines attraktiven und familienfreundlichen Arbeitsplatzes“, sagte Alheit. So werde in Büsum im Team gearbeitet, bei Krankheitsfällen der Kinder könne ein anderer Arzt einspringen, werdende Mütter könnten in Teilzeit wechseln. Zudem bleibe den Ärzten die Option erhalten, ihren Arztsitz aus der Gemeindepraxis herauszulösen und in eigener Praxis tätig zu werden. - dpa

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