Im Kampf gegen die Schweinepest 

Landeslabor stockt personell auf, um gut gewappnet zu sein

Kiel - Das Landeslabor hat im Zuge der Präventionsmaßnahmen rund um die Afrikanische Schweinepest (ASP) sein Personal um eine Tierärztin und zwei Laborkräfte aufgestockt.

Die Diagnostik von Tierseuchen und anderen infektiösen Tierkrankheiten zähle zu den zentralen und strategisch relevanten Aufgaben des Landeslabors, sagte Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) bei der Vorstellung des Jahresberichts 2017 des Landeslabors am Montag in Kiel. Zu einem möglichen Ausbruch der ASP in Deutschland sagte Albrecht, „wir müssen darauf vorbereitet sein“. Die Maßnahmen im Landeslabor seien ein Baustein im Kampf gegen die Schweinepest. Darüber hinaus gebe es beispielsweise auch Übungen für den Ernstfall sowie Änderungen im Jagdrecht.

Am 13. September waren Fälle der Afrikanischen Schweinepest in Belgien und damit auch erstmals in Westeuropa entdeckt worden – rund 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Zuvor war die Krankheit bereits in östlichen EU-Staaten aufgetreten. Sie ist für den Menschen ungefährlich, könnte aber zu großen Schäden in Schweinezuchtbeständen führen.

Das Landeslabor fungiert als Dienstleistungszentrum und Überwachungsbehörde für den gesundheitlichen Verbraucher- und Umweltschutz. Es kümmert sich um die Tierseuchendiagnostik und untersucht zum Beispiel auch Lebensmittel, Bedarfsgegenstände, Schlachttiere und Fleisch.

„Unsere Lebensmittel sind sicher“

Eine positive Bilanz zog Verbraucherschutzministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU): „Unsere Lebensmittel sind sicher“, sagte sie. Diese Feststellung sei nicht selbstverständlich, sondern das Ergebnis der täglichen Arbeit der Kontrolleure und Produkt permanenter Verbesserungen. Sütterlin-Waack betonte, die Landesregierung bekenne sich dazu, dass die Arbeit des Labors durch technische Innovationen und ausreichende Ausstattung mit wissenschaftlichem Personal dauerhaft auf einem hohen Leistungsstandard gehalten werden müsse. Das Land habe jüngst rund neun Millionen Euro in dessen Modernisierung und 1,5 Millionen Euro in die gerätetechnische Ausstattung investiert.

Insgesamt hat das Landeslabor 2017 allein im Bereich der Lebensmittelsicherheit knapp 11.700 Proben untersucht. Nur 21 Proben wurden als gesundheitsschädlich durch mikrobiologische Verunreinigungen beanstandet. Zehn weitere wurden aufgrund anderer Ursachen als schädlich eingestuft. 

dpa

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