Landtag spricht sich geschlossen für Reduzierung aus

Kampf dem Plastikmüll

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Plastikmüll ist an den Stränden ein Problem.

Kiel – Mit seltener Einigkeit hat sich der Landtag für eine Reduzierung des Plastikmülls ausgesprochen. Er forderte die Landesverwaltung gestern einstimmig auf, im Kampf insbesondere gegen die Verschmutzung der Weltmeere ein positives Beispiel zu geben und den Abfall möglichst zu vermeiden. „Plastik ist überall, Plastik ist ein Riesenproblem“, sagte der SPD-Umweltpolitiker Stefan Weber.

In dem beschlossenen Antrag wird die Regierung gebeten, in der Landesverwaltung Plastik- und Verpackungsmüll „deutlich zu reduzieren. An den Stellen, an denen es möglich und verhältnismäßig ist, soll gänzlich auf den Einsatz von Plastik, beziehungsweise auf überflüssige Verpackungen verzichtet werden“.

Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) sagte: „Die Landesverwaltung sollte mit gutem Beispiel vorangehen. Da gibt es noch einiges zu tun“. Es gehe dabei nicht nur um Catering, sondern um alles, was in der Verwaltung genutzt wird. Nötig seien „ökobilanzielle Betrachtungen des Gesamtweges“. Kunststoff könne in einigen Fällen aber auch die bessere Wahl sein.

Sprecher aller Fraktionen sprachen sich dafür aus, weniger Plastikmüll zu produzieren. „In den Weltmeeren befinden sich mittlerweile unvorstellbare Mengen“, sagte Weber. Das Plastik werde von Vögeln als Nahrung wahrgenommen, viele von ihnen verendeten daran. Auch die Meeresbewohner sind von diesem Problem betroffen. Der CDU-Abgeordnete Heiner Rickers sagte, weniger Plastikmüll zu produzieren sei bereits ohne größeren Aufwand möglich. „Wir müssen die Wegwerfprodukte durch Mehrweg ersetzen“, forderte die Grünen-Abgeordnete Marlies Fritzen. „Man muss Plastik so teuer machen, dass es wirklich als Wertstoff erkannt wird.“

Nach Ansicht von Dennys Bornhöft (FDP) ist es besser, mit positivem Beispiel voranzugehen als Verbote auszusprechen. „Natürlich ist es sinnvoll, bei sich selber anzufangen“, sagte der AfD-Abgeordnete Volker Schnurrbusch. Für SSW-Mann Flemming Meyer ist klar: „Der Landtag sollte Vorbild sein.“  dpa

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