Lübecker Archiv zeigt nominierte Dokumente in einer Ausstellung

Kandidaten fürs Welterbe der Unesco

Akten des Lübecker Hypothekenamts sind in einem Magazin des Stadtarchivs zu sehen. In einer Fotoausstellung präsentiert das Archiv der Hansestadt Lübeck Schriftstücke zur Hansegeschichte, die zur Aufnahme in das Weltdokumentenerbe der Unesco vorgeschlagen sind. Foto: dpa

Lübeck – In einer Fotoausstellung präsentiert das Archiv der Stadt Lübeck Schriftstücke zur Hansegeschichte, die zur Aufnahme in das Weltdokumentenerbe der Unesco vorgeschlagen sind. Die insgesamt 17 Dokumente stammen aus sechs europäischen Archiven und Bibliotheken wie dem Stadtarchiv Brügge, der Königlichen Bibliothek Kopenhagen und dem Historischen Staatsarchiv Lettlands in Riga.

Unter den Dokumenten sind nach Angaben von Archivdirektor Jan Lokers unter anderem Ergebnisprotokolle der Hansetage, sogenannte Hanse-Rezesse, und Verträge, die Hansekaufleuten Handelsrechte einräumten. Als Hauptort der Hanse sei Lübeck quasi die Schreibstube des Handelsbündnisses gewesen, sagte er.

Das Unesco-Programm „Memory of the World“ (deutsch: Gedächtnis der Menschheit) besteht seit 1992. Alle zwei Jahre dürfen die Mitgliedsstaaten zwei neue Dokumentenpakete zur Aufnahme vorschlagen – einzeln oder auch länderübergreifend wie im Fall der Hanse. Voraussichtlich im Frühjahr werde das deutsche Unesco-Komitee den Vorschlag beim internationalen Komitee der Organisation einreichen, sagte der zuständige Referent bei der Unesco-Kommission, Andreas Salz. Die Entscheidung werde voraussichtlich 2021 fallen.

Die Ausstellung im Lübecker Archiv wird am 15. August von Bürgermeister Jan Lindenau eröffnet. Sie ist bis zum 15. November während der Öffnungszeiten des Archivs zu sehen.  dpa

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