Coronakrise: Neue Woche startet mit weiteren Lockerungen

Kanuverleihe und Lernlabore

Neuer Sand aus Ziegelmehl liegt auf einem Tennisplatz in Kiel. Ab heute darf er bespielt werden – zumindest mit Einzelbegegnungen. Foto: dpa

Kiel – Am Montag beginnt eine Woche langersehnter Öffnungen: Schleswig-Holstein erlaubt wieder eine Reihe von Aktivitäten, die in der Coronakrise wochenlang verboten waren. Von heute an sind Zweitwohnungen wieder für ihre Besitzer zugänglich, Friseure können ihre Läden aufmachen und Kinder dürfen wieder auf Spielplätze. Für alle Maßnahmen gelten strikte Abstands- und Hygienevorgaben.

Museen können wieder öffnen, die Außenanlagen botanischer Parks ebenfalls und Sportboothäfen auch. Dauercamping wird wieder möglich. Krankenhäuser dürfen grundsätzlich wieder Operationen vornehmen, die nicht so dringlich sind. Allerdings bleiben 25 Prozent der Betten mit invasiven Beatmungsgeräten für Covid-19-Patienten reserviert.

An den Hochschulen im Land können die Lernlabore wieder öffnen. Auch Praxisveranstaltungen, die für den Lehrbetrieb notwendig sind, dürfen wieder stattfinden. Menschen dürfen sogenannte kontaktarme Sportarten im Freien wieder betreiben – bei Wahrung eines Abstandes von eineinhalb Metern zwischen zwei Aktiven. Parallel dazu wird der gewerbliche Verleih von Fahrrädern und Kanus gestattet.

Grundsätzlich verboten bleibt die Einreise ins Land zu touristischen und Freizeitzwecken, mit Ausnahmen: Wer besagte Sportarten ausüben oder Museen und Tierparks besuchen will, darf kommen. Veranstaltungen bleiben zunächst bis zum 17. Mai untersagt. An den Schulen startet für einzelne ausgewählte Jahrgänge der Unterricht wieder am Mittwoch. Gottesdienste sind mit begrenzter Teilnehmerzahl wieder möglich; die evangelische Kirche will damit am Sonntag beginnen.

Bei der Bekanntgabe der Lockerungen hatte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) stets betont, dass alle Maßnahmen von der Entwicklung des Infektionsgeschehens abhängen.  dpa

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