Mit Keim infizierten Frühgeborenen geht es gut

Heide – Nach dem Tod eines Frühgeborenen am Westküstenklinikum in Heide im Kreis Dithmarschen (WKK) geht es den anderen neun ebenfalls mit dem Serratia-Keim infizierten Babys nach Angaben des Krankenhauses gut. Die Bindehautentzündung eines der betroffenen Kinder sei weitgehend abgeklungen, teilte die Klinik gestern mit. Dafür zeige ein anderes Kind Zeichen einer leichten Bindehautentzündung, die behandelt werde. Am Dienstag war ein bereits schwer geschädigtes Baby dreieinhalb Tage nach seiner Geburt gestorben. Ursache für den Tod war nach Einschätzung des Chefarzts der Kinderklinik, Thorsten Wygold, möglicherweise die Infektion mit dem Serratia-Keim. Der Magen-Darm-Keim sei in einer Blutkultur nachgewiesen worden.

Ursprünglich war bei acht Frühgeborenen bei einer regelmäßigen Hygienekontrolle eine Besiedelung mit dem Keim nachgewiesen worden. Inzwischen seien es neun Babys, wobei der Befund erst jetzt vorliege und die Besiedelung vor der Intensivierung der Hygienemaßnahmen stattgefunden habe. „Bei dem Kind handelt es sich um einen größeren Säugling, für den der Keim keine Gefahr darstellt“, erklärte Wygold. Der Keim kommt der Klinik zufolge auch bei gesunden Menschen vor, ohne diese krank zu machen. Wie der Keim auf die Frühgeborenen-Intensivstation kam, ist bislang nicht bekannt. Vermutlich wurde er von außen eingeschleppt.  dpa

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