Habeck hat „nichts gelernt“

Bauernverband fordert Dürre-Hilfen

Kiel - Die Bauern im Land fühlen sich vom scheidenden Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) in der Dürre im Stich gelassen. Habeck sei „nicht vor Ort und da hat das Fachministerium versagt“, sagte Bauernverbandspräsident Werner Schwarz gestern. Dem Grünen-Bundesvorsitzenden unterstellte er „reinen Populismus“: „Der Minister ist hier sechs Jahre Fachminister in Kiel gewesen und hat überhaupt nichts gelernt.“

Habeck hatte in der Tageszeitung „Die Welt“ davon gesprochen, dass die Tierhaltung in ihrer sehr intensiven Form an ihre ökologischen Grenzen stoße. „Im Winter kann die Gülle nicht ausgebracht werden, im Sommer mangelt es an Futter. Wir müssen den Tierbestand reduzieren.“ Als Gegenmodell nannte er eine Umsteuerung zu einer flächengebundenen Landwirtschaft: „Ein Betrieb sollte nur so viele Tiere haben, wie er mit dem Ertrag seiner Flächen grundsätzlich ernähren kann.“

Habecks Forderungen heizten den von ihm selbst verteufelten Strukturwandel in der Landwirtschaft an, sagte Schwarz. Gewollte kleinere Betriebe könnten als Folge von größeren übernommen werden. „Import von Fleisch kann nicht die Lösung sein.“ Womöglich versuche Habeck als Grünen-Bundeschef Stimmung gegen Landwirtschaft zu machen. „Als Landwirtschaftsminister für Schleswig-Holstein halte ich das für eine unterirdische Katastrophe“, sagte Schwarz.  dpa

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