Minister Buchholz und Habeck setzen sich für Förderung ein

Öko-Wasserstoff soll Industrie beleben

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Für die Raffinerie in Hemmingstedt bei Heide könnte grüner Wasserstoffs die Zukunft sein.

Kiel - Wirtschaftsminister Bernd Bucholz (FDP) und Umweltminister Robert Habeck (Grüne) wollen in der Industrie- und Klimapolitik auf sogenannten grünen Wasserstoff setzen. In einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) fordern sie die Bundesregierung auf, sich auf europäischer Ebene für eine Förderung von aus Windenergie erzeugtem Wasserstoff einzusetzen.

„Das wäre eine Riesenchance für die Raffinerie Heide für einen Einstieg in Geschäftsmodelle jenseits fossiler Kraftstoffe“, sagte Buchholz. Die Verwendung von Öko-Wasserstoff sei ein erster Schritt in den Zukunftsmarkt CO2-neutraler Kraftstoffe, sagte Buchholz. Kleine und mittelständische Produzenten könnten bei Engpässen verstärkt auf Windstrom von der Küste zurückgreifen.

Laut Landesregierung gibt es derzeit faktisch keine Nachfrage, weil aus fossilen Energieträgern produzierter Wasserstoff deutlich billiger ist. Eine Anrechnung von Öko-Wasserstoff auf die Kohlendioxid-Bilanz von Raffinerien würde das laut der Koalition aus CDU, Grünen und FDP ändern. Dafür soll sich der Bund in den laufenden Gesprächen über eine neue EU-Richtlinie einsetzen. 

Grüner Wasserstoff biete die Chance, die industrielle Wertschöpfung zu erhöhen, sagte Buchholz. Die Gespräche kämen in Brüssel an diesem Donnerstag in die entscheidende Phase. Würden die Weichen für grünen Wasserstoff nicht richtig gestellt, sei das Thema für die kommenden zehn Jahre tot. Grüner Wasserstoff könnte als klimafreundlicher Treibstoff auch bei der Energiewende eine wichtige Rolle spielen.  - dpa

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