Eine Million Arbeitsplätze

Die Zahl der Menschen ohne festen Job sinkt weiter

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Der Norden steuert mit einer Rekordzahl auf dem Arbeitsmarkt dem Jahresende entgegen. 

Kiel - Die Arbeitslosigkeit im Land hat im November weiter abgenommen. Derzeit sind im nördlichsten Bundesland 77 700 Menschen ohne festen Job und damit 11,6 Prozent weniger als im November vergangenen Jahres. Die Zahl der Arbeitslosen sank zum Vormonat Oktober um 1,1 Prozent, teilte die Agentur für Arbeit am Donnerstag weiter mit. Die Arbeitslosenquote beträgt momentan fünf Prozent. Vor einem Jahr waren es 5,7 Prozent.

„Der weitere Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich dokumentiert die insgesamt stabile und robuste Lage des Arbeitsmarkts in Schleswig-Holstein“, sagte Margit Haupt-Koopmann, Regionaldirektorin der Arbeitsagentur. Alle Alters- und Personengruppen profitierten von der positiven Entwicklung.

Nun steht auch fest, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten zum ersten Mal die Millionengrenze überschritten hat. Nach den aktuellsten Zahlen vom September waren es in diesem Monat 1 003 800. Besonders in der Industrie, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel, in der öffentlichen Verwaltung, bei Sozialversicherungen und auf dem Bau entstanden neue Jobs. Insgesamt wurden in den vergangenen fünf Jahren 118 400 Arbeitsplätze neu geschaffen. Der Kreis mit der niedrigsten Arbeitslosenquote ist nach wie vor Stormarn mit drei Prozent. Den höchsten Wert hat Dithmarschen mit 5,4 Prozent. Bei den kreisfreien Städten schwanken die Quoten zwischen 7,3 Prozent in Lübeck und 7,8 Prozent in Neumünster.

Arbeits- und Wirtschaftsminister Bernd Buchholz zeigte sich hoch zufrieden. „Einen solchen Wert hatten wir seit Einführung der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit noch nie zu verzeichnen“, sagte der FDP-Politiker angesichts der durchbrochenen Millionengrenze bei der Zahl der Jobs.

Dies sei vor allem den leistungsstarken und investitionsbereiten Mittelstandsunternehmen zu verdanken. Die Landesregierung flankiere die guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit einer aktiven Arbeitsmarktpolitik, zum Beispiel über das Landesprogramm Arbeit mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds.

„Hier fördern wir beispielsweise Modellprojekte zur Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt und unterstützen die Weiterbildung für Beschäftigte im Rahmen des Weiterbildungsbonus“, sagte Buchholz. - dpa

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