Lübecker Flughafen erhält europäisches Sicherheits-Zertifikat

Kleine Drehscheibe des Luftverkehrs

Freuen sich über die Lizenz: Winfried Stöcker (v.l.), Inhaber des Flughafens, Jürgen Friede, Geschäftsführer, und Bernd Buchholz (FDP), Wirtschaftsminister. Foto: dpa

Lübeck – Der Lübecker Flughafen hat einen weiteren Schritt zur Wiederaufnahme des Linienflugverkehrs genommen. Am Montag übergab Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) das offizielle Zertifikat der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (Easa). „Damit erfüllt der Flughafen alle europäischen Sicherheitsstandards und hat die Chance, wieder zu einer kleinen Drehscheibe des Luftverkehrs zu werden“, sagte Buchholz.

Geprüft wurden unter anderem die Tragfähigkeit der Start- und Landebahn, Rollwege, Anflugbefeuerung sowie Überwachung der Betriebssicherheit und die Mitarbeiterschulung: Insgesamt waren es rund 5 000 Kriterien. Das Zertifikat ist seit 2018 Voraussetzung für den gewerblichen Betrieb eines Flughafens, wenn mehr als 10 000 Fluggäste im Jahr befördert werden, so Buchholz. „Für uns ist das Easa-Zertifikat ein Baustein zur Wiederbelebung des Passagierbetriebs“, sagte der Eigentürmer des Flughafens, Winfried Stöcker. „Im Sommer 2020 wollen wir den Linienflugbetrieb aufnehmen.“ Dazu soll die 2017 von Stöcker gegründete Lübeck Air mit der dänischen Chartergesellschaft Air Alsie kooperieren und eine vollwertige Airline-Lizenz beantragen. „Die konkreten Strecken werden in den nächsten Monaten ausgearbeitet. Denkbar ist unter anderem eine Verbindung nach Stockholm“, sagte Stöcker. Der wegen umstrittener Äußerungen zu Flüchtlingen und Frauen in die Kritik geratene Lübecker Biotechnologie-Unternehmer hatte 2016 den damals insolventen Flughafen gekauft.  dpa

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